Verträgt sich KI mit den BlogWochen?

Die Diskussion um KI-Notizen hat mich auf eine andere Frage gebracht: Verträgt sich so ein Experiment überhaupt mit den BlogWochen?

Bei den BlogWochen 2026 wollen wir ab 15. September 2026 Blogs und die Menschen dahinter verbinden.

Wie passt da KI hinein?

KI ist in vielen Bereichen, auch in Blogs, angekommen. Sie kann einem helfen, Texte zu korrigieren, Gedanken zu ordnen bis hin dazu, dass jemand damit ganze Blogs erzeugt.

Somit kann man als Blogger:in KI nicht ganz ausblenden. Jede:r kann aber für sich selbst sagen, wie viel KI in das eigene Blog darf. Da ist man selbst Meister:in des eigenen Umfelds.

Nicht die KI nimmt an den BlogWochen teil. Ich nehme teil. Und genau das möchte ich auch am Ende noch sagen können.

Ansonsten freue ich mich auf den Austausch mit anderen Blogger:innen. Meine Themenartikel werde ich selbst schreiben. Am Blog-Kommentiertag wird jeder Kommentar aus meinen Fingern in die Tastatur fließen.

KI ist für mich ein Werkzeug, wenn auch ein ganz spezielles. Die Vernetzung mit Menschen hat eine andere Qualität. Eine KI stellt sich auf mich ein. Mit euch muss ich ganz unterschiedliche Gesprächsebenen finden. Gerade das macht Kommunikation vielfältig: Manchmal enttäuschend, oft bereichernd.

PS: Mein KI-Notizen-Projekt habe ich für mich abgeblasen. Über die Gründe schreibe ich vielleicht noch.

PPS: Das ist kein abgestimmter Artikel mit meinen beiden BlogWochen-Mitveranstaltern, sondern allein meine Gedanken.

PPPS: Ich habe eine Nacht später meinen Artikel betrachtet und ihn ein wenig mit anderen Augen gelesen und ihn daher in Nuancen verändert. Jetzt ist er für mich runder.

Fediverse-Reaktionen

Kommentare

4 Kommentare zu „Verträgt sich KI mit den BlogWochen?“

  1. Avatar von Jörg

    Hallo Robert,

    ich habe in der Vergangenheit einen Artikel von KI schreiben lassen, ihn redigiert und in meinem Blog veröffentlicht. Ich habe die Nutzung von KI zu Beginn transnparent gemacht. Dies kam bei einem Teil der Lesenden gar nicht gut an, wie ich aus den Rückeldungen zu dem Text erfahren habe.

    Über die ehrlichen Rückmeldungen habe ich mich sehr gefreut, denn nur so konnte ich die Lage bewerten und mir Gedanken dazu machen. Ich habe mich dazu entschieden, keine Artikel mehr von KI schreiben zu lassen. Die Texte kommen seitdem wieder aus meinen eigenen Fingern und werden lediglich einer Rechtschreib- und Grammatikkorrektur unterzogen.

    KI unterstützt mich sporadisch bei der Recherche oder bei Test und Troubleshooting von Code und Konfiguration. Den Text schreibe ich selbst.

    1. Avatar von Robert Lender

      Lieber Jörg,
      ich erlebe das gerade auch. Man kann und darf KI gerne kritisieren, die Problematik der Data-Center und der steigenden RAM-Preise, die Fragen des Urheberrechts, .. diskutieren und hinterfragen. Aber manch eine:r hört KI und dann ist eine Diskussion, eine Suche nach der Faktenlage gar nicht mehr möglich. Gerade bloggen und KI emotionalisiert gerade einige.

      Wenn deine Entscheidung für dich passt, dann ist es gut. Ich selbst verwende KI als Rechtschreibkontrolle, manchmal diskutiere ich auch Ansätze und Ideen. Was ich mir nicht nehmen lassen möchte ist mit KI zu experimentieren und dies auch in meinem Blog zu dokumentieren.

      Die Möglichkeiten von KI verändern sich rasch und auch die Gegebenheiten. Mal sehen, wie wir in einem Jahr darüber denken.

  2. Avatar von Jörg

    Ich stimme dir zu, dass man die Nutzung und die Ergebnisse von KI kritisch hinterfragen kann und sollte. Auch nehme ich ebenfalls war, dass dieses Thema stark polarisiert.

    In meiner IT-Blase sind die Stimmen am lautesten, welche die KI-Nutzung entweder kategorisch ablehnen bzw. sehr negativ kommentieren oder sie als unumgängliche Lösung für alles sehen. Das vermutlich große und stumme Mittelfeld taucht nicht auf, welches LLMs als Werkzeug sieht, welches kritisch betrachtet und sinnvoll genutzt, die eigene Arbeit unsterstützen und zur Wertschöpfung beitragen kann.

    Ich diskutiere gerne die verschiedenen Vor- und Nachteile der KI-Nutzung. Allerdings nehme ich war, dass sich viele Menschen einer offenen Diskussion bereits verschlossen und eine feste Meinung gebildet haben.

    Außerhalb des IT-Bereichs erlebe ich diese starke Polarisierung nicht. Hier werden die diversen Chatbots mehr oder weniger reflektiert für alles mögliche genutzt.

    Ich habe in meinem Blog bereits über meine Erfahrungen aus der KI-Nutzung berichtet und werde dies auch in Zukunft weiter tun. Das dieses Thema aktuell nicht im Mittelpunkt steht, liegt daran, dass mein Blog keinen wirklichen Themen-Schwerpunkt hat und mich gerade andere Dinge mehr interessieren.

    Es bleibt sicher spannend die Entwicklung der KI weiter zu beobachten.

    Viele Grüße
    Jörg

    1. Avatar von Robert Lender

      Ja, das ist das Feine an einem Blog – sofern man sich nicht thematisch von Anfang an festgelegt hat. Man kann die Themen wählen, auf die man sich für einige Zeit fokussiert, oder die man auch nur in einem einzelnen Artikel behandelt.

      Die „Problematik“ bei KI ist halt, dass sie viele Fragen aufwirft, die ans Eingemachte gehen. Was bedeutet Kreativität? Was ist noch echt, wenn KI-generierte Filme optisch immer realistischer werden? Welche Jobs sind heute oder in sechs Monaten gefährdet, von KI übernommen zu werden bzw. sich durch KI massiv zu verändern? Und daneben gibt es noch viele weitere ethische, ökologische und gesellschaftliche Fragen.

      Das Problem ist, dass ich all diese Fragen nicht so einfach beantworten kann. Darf ich daher KI nicht nutzen? Was wäre ein verantwortungsvoller Umgang, wenn es ihn überhaupt gibt? Muss ich mir diese Fragen alleine stellen, oder darf ich von politischen Entscheidungsträger:innen verlangen, dass sie sich gemeinsam mit Expert:innen damit beschäftigen und sinnvolle Lösungen finden?

      Denn die Diskussion über KI wird oft riesengroß, wenn dann Klimakrise, das Ende ganzer Industrien, die Destabilisierung der Demokratie, das Ende sozialer Beziehungen und vieles mehr in die Waagschale geworfen werden.

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