Mir scheint, dass Menschen ihr Leben und ihre Umwelt sehr danach gestalten, ob und wie sie sich vorstellen, was nach dem Tod kommt. Menschen, die an ein #Paradies glauben, dass an Bedingungen geknüpft ist (z.B. #Reichtum, #Märtytertod), leben anders als Menschen, die glauben, dass nach dem Tod nichts ist oder als solche, die glauben, nach dem Tod wieder mit dem Großen und Ganzen vereint zu werden.

Es wäre vielleicht gut, wenn etwas, das unser #Gemeinleben so beeinflusst wie #Religion, nicht #Privatsache, sondern eine öffentliche Angelegenheit wäre.

#Religion #Tod #Phantasie #Philosophie #Öffentlichkeit #Privatheit #Säkularismus

in reply to Torsten
Nur damit ich das richtig verstehe. Du bist also der Ansicht, dass das, was du als Religion ansiehst, nicht mehr der Entscheidungsfindung der/des Einzelnen überlassen bleiben sollte, sondern einer nicht näher definierten Öffentlichkeit überantwortet werden sollte? Falls ich das so richtig verstehe, verweise ich auf die Geschichte der diversen bisher bekannten Religionen. Hatten wir schon mal und es war 💩 .
in reply to villon

@villon🥥 🌴 🇺🇸: Die Frage "Was kommt nach dem Tod?" ist eine Art offene und ungeschützte Ideen-Schnittstelle. Ein Einfallstor für Sinn-Angebote, das den meisten Menschen unbekannt sein dürfte. Das ist blöd, weil über die Frage "Was kommt nach dem Tod?" von unterschiedlichen Seiten ständig Sinn-Angebote gemacht werden, die oft missbräuchlich sind, wie: mehr Arbeiten, mehr Geld an xyz spenden, sich unterordnen, mehr Kinder zeugen, mehr Terroranschläge verüben...

Ich bin der Ansicht, dass es öffentlichen Austausch darüber braucht, was Glauben zur Frage was nach dem #Tod kommt (und damit meine ich nicht nur #Religion sondern auch #Philosophien wie z.B. #Konfuzianismus) mit Menschen macht, was er uns machen lässt und wie und von wem er genutzt wird. Vielleicht sowas wie #Selbsthilfegruppen für Menschen, die bemerken, dass ihr #Glaube gegen sie verwendet wird.

in reply to Torsten
Ist es nicht eine öffentliche Angelegenheit? Die CDU ist seit Jahrzehnten im Machtzentrum der Gesellschaft. Jede Kirche ist öffentlich zugänglich. Jeden Sonntag gibt es Gottesdienste im ÖRR. In Indonesien gibt es öffentliche Feiertage für viele Religionen, Christen Hindus und Moslems.
in reply to Pele

@Pele Es scheint so. In dein Kirchen und in der CDU wird viel geredet, allerdings nicht darüber wie das Reden über den Tod (und der Glaube an ein Leben danach) genutzt wurde und wird um die Menschen zu beeinflussen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein jahrhundertelang antrainierter #Protestantismus dazu führt, dass aktuell so viele Menschen, auch wenn sie nicht "offiziell" religiös sind, #Bürgergeld-Kürzungen akzeptieren. In diesem konkreten Fall ist es m.E. die Prädestinationslehre, die dafür sorgt, dass so viele WählerÏnnen aktuell eine menschenverachtende Politik akzeptieren. Für mich ein gutes Beispiel dafür, wie ein bestimmter Glaube an ein Leben nach dem Tod zu einem bestimmten Handeln im Hier und Jetzt führt.

in reply to Torsten
@Pele P.S. Unser ganzes Verhalten zu unserem Planeten (Verachtung der Tiere, Sich-Berechtigt-Fühlen überall hinzufliegen, Natur-Ausbeutung...) ist m.E. unbewusst von der Vorstellung geprägt, dass wir nach dem Tod ein weiteres, evtl. "richtigeres" Leben (in Hölle, Himmel, Nirvana...) führen. Andere glauben, dass nach dem Tod nix kommt, weswegen ihnen die Folgen ihres Handelns "hier" auch egal sind.
Darüber müsste die #CDU sprechen oder der #Pastor in der #Kirche.