Als ich meinen Job als Personaldisponent antrat, sagte eine Kollegin, "Menschen zu disponieren ist etwas anderes als "Kisten" (sie meinte die Behälter aus der Autoindustrie, die ich zuvor disponierte). Leichter meinte sie sicher nicht. Klang für mich überheblich, ein Bandstillstand wurde auch schon mal per Hubschrauber mit einer Handvoll Plastikteile verhindert. Und jetzt beschäftigen mich tagtäglich Dramen. Manches rund um die Uhr: Todkranke Kolleg:innen, eine Suchterkrankung, gestorbene Partner:innen, vor unser aller Augen in Zeitlupe zerbrechende Familien, Kündigungen, Intrigen, Pflegefälle zu Hause, entstehende Freundschaften, sich entwickelnde (verbotene) Liebe zwischen Kolleg:innen, psychische Krisen, pure Glücksgefühle, unverhoffte psychische Genesung, euphorische Phasen... manches davon betraf mich selbst und gerade ist es ein heftiges emotionales auf und ab. Irgendwo dazwischen mein Outing.
Es macht mich fertig, im positiven wie im negativen Sinne. Aber ich will's auch echt nicht mehr missen. Möge das alles noch möglichst lange gutgehen, es ist ein Ritt auf der Klinge.
Empathielos sind wir Autist:innen ganz sicher nicht! Es scheint nur denen so, die uns nicht kennen...
Wahrscheinlich muss ich das Posting aus Eigenschutz wieder löschen, um meine Anonymität nicht zu riskieren. Aber gerade muss das raus.
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N. E. Felibata II
in reply to Regentänzer • • •Also Personaldisponent bei einer großen Firma möchte ich echt nicht sein ... 😱
Da hast du dich ja auf etwas eingelassen. ...
Ich drück dich mal 🤗
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Regentänzer
in reply to N. E. Felibata II • •😊 Danke.
N. E. Felibata II
in reply to Regentänzer • • •🤗
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Sofasophia
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Dirgis
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