EEG weg! Egal, es geht auch so weiter.
Wer heute über Solar auf dem Dach nachdenkt, liest überall vom Ende der staatlichen Vergütung. Dabei war die noch nie der Grund, warum sich so eine Anlage rechnet.
Das Prinzip: Du verbrauchst so viel wie möglich von dem, was du produzierst. Jede Kilowattstunde, die du selbst verbrauchst, musst du nicht kaufen. Das sind rund 30 bis 40 Cent, die auf deiner Rechnung nicht auftauchen. Jede Kilowattstunde, die du abgibst, brachte dagegen zuletzt etwa 8 Cent.
Der Unterschied ist der Faktor vier bis fünf. Deshalb entscheidet vor allem eine einzige Frage über die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage: Wie viel von deinem Sonnenstrom landet bei dir selbst und nicht im Netz?
Ohne weitere Maßnahmen sind das grob 30 Prozent. Der Rest fällt mittags an, wenn niemand zu Hause ist.
Der SpeicherEine Batterie im Keller verschiebt den Mittagsstrom in den Abend, wenn gekocht wird, das Licht brennt und der Fernseher läuft. Damit landest du bei ungefähr 60 bis 70 Prozent Eigenverbrauch. Du verdoppelst also nicht deine Erzeugung, sondern den Anteil, der nicht aus dem Netz gekauft werden muss. Das ist der größte Hebel, bei einer Investition in eine PV-Anlage.
Das ElektroautoFalls du eins hast oder über eins nachdenkst: Es ist der ideale Partner für ein Solardach. Ein Auto mit 15.000 Kilometern im Jahr braucht knapp 3.000 kWh. Das ist eine große Menge, und sie ist völlig flexibel. Dem Auto ist es egal, ob es um elf Uhr vormittags lädt oder um drei Uhr nachts, solange es morgens voll ist.
Genau solche Verbraucher machen deine PV-Anlage wirtschaftlich, nicht die Einspeisung.
Deshalb haben moderne Anlagen auch deutlich größere Speicher, weil genau die das System flexibler und komfortabler machen.
Und was ist jetzt mit dem EEG?
Die feste Vergütung für eingespeisten Strom läuft für neue Anlagen aus. Betroffen ist damit der kleinere Teil deiner Rechnung, nicht der große.
Und auch für diesen Rest entstehen gerade neue Wege. Drei Firmen haben diese Woche ein Modell angekündigt, bei dem dein übriger Strom an der Börse verkauft wird und du bekommst, was er dort gerade bringt. Automatisch, ohne dass du dich um irgendetwas kümmern musst. Gesteuert werden dabei nur Geräte, denen der Zeitpunkt egal ist, wie die Batterie und das Auto.
Wie viel dabei zukünftig herauskommt, sagt allerdings noch niemand, auch die Anbieter nicht. Ich würde erst einmal abwarten, was das im Alltag bringt.
Neues Vermarktungsmodell für Kleinanlagen macht Einspeisevergütung überflüssig
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Neues Vermarktungsmodell für Kleinanlagen macht Einspeisevergütung überflüssig
Revolutionieren Sie die Vermarktung kleiner Anlagen ohne Einspeisevergütung. Entdecken Sie, wie effiziente Speicherlösungen Ihre EinsparungenSven Ullrich (ERNEUERBARE ENERGIEN)