Eine andere Frage: Wenn man #Patriot ist, also "sein #Vaterland" liebt, was macht man mit all den anderen Ländern? Hassen wird man sie hoffentlich nicht. Stellt man sich ihnen gegenüber gleichgültig auf? Oder empathisch? Haben sie einen ähnlichen, aber schwächeren Wert (incl. der Menschen darin), oder sind sie gleichwertig? Wenn man alle Menschen aller Länder als gleichwertig ansieht, kann es m. E. gar keinen Raum Patriotismus geben.
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Items tagged with: Humanismus
#Gastkommentar von Christian #Wolff zu #Ostern: Der Tod – „ein totes Bild“!
l-iz.de/leben/gesellschaft/202…
#Demokratie #Humanismus
Gastkommentar von Christian Wolff zu Ostern: Der Tod – „ein totes Bild“! · Leipziger Zeitung
In diesen Tagen ist es für mich zum Symbolbild für die völlig aus dem Ruder geratene, verrohte Weltpolitik geworden, in der das systematische Töten vonRedaktion (Leipziger Zeitung)
Bertolts #Bruch und Friedrichs #Fiasko – Den #Faust im #Genick I
l-iz.de/tipp-bildung/2026/03/b…
#Kolumne #Aufklärung #Humanismus
Bertolts Bruch und Friedrichs Fiasko – Den Faust im Genick I · Leipziger Zeitung
In diesen trüben Zeiten eines kriegslärmenden Neoliberalismus – gibt es da noch so etwas, was man Hoffnung nennen kann? „Natürlich gibt es Hoffnung, nurJens-Uwe Jopp (Leipziger Zeitung)
Ja, indes denke ich, dass das auch gilt ohne Große Sprach-Modelle. Ich stelle mir daher pro Jahr mindestens ein Mal diese drei Fragen:
# Was habe ich dieses Jahr zum ersten Mal getan / Neues gelernt?
# Was habe ich nach einer langen Zeit wieder getan?
# Was ließ ich los (an alten Zöpfen, Grundhaltungen, Mustern ...)?
Das hilft, wachsam für diesen Aspekt zu bleiben 
#Gastkommentar von Christian #Wolff: #Weihnachten, das Abseits auf der #Weltbühne
l-iz.de/leben/gesellschaft/202…
#Leipzig #Humanismus #Menschenwürde
Gastkommentar von Christian Wolff: Weihnachten, das Abseits auf der Weltbühne · Leipziger Zeitung
Sie ist ins Abseits geraten: die christliche Weihnacht. Was etliche Menschen als Verlust wahrnehmen, sollte zunächst niemanden beunruhigen. Denn dieRedaktion (Leipziger Zeitung)
Beim Musikhören Zitate in mein Inspiration -Journal geschrieben und dabei noch was eigenes verfasst:
#VikiPhilosophiert
#philosophy #Humanismus #Zitat

Es ist traurig, dass selbst in Deutschland/In den Medien nicht ALLE Menschen und deren (ziemlich gleichen) Traumata im Vordergrund stehen, sondern immer noch "Staatsräson" und politische Ränkespielchen.
😒
#humanismus
Es wird Zeit, dass NUR noch Menschenrecht und Völkerrecht Maßstab sind!
@Bundesregierung
🧐
#Gastkommentar von Christian #Wolff: Von Interessen und Werten
l-iz.de/leben/gesellschaft/202…
#Leipzig #Humanismus #Menschenrechte
Gastkommentar von Christian Wolff: Von Interessen und Werten · Leipziger Zeitung
Zwei Bemerkungen in Kommentaren zum letzten Blog-Beitrag haben mich mehr als hellhörig gemacht – zumal sie etwas zum Ausdruck bringen, was sich inRedaktion (LZ Medien GmbH | Leipziger Zeitung)
Was steht zu #Menschenwürde & #Abtreibung eigentlich in der #Bibel?
Gibt es in der Bibel Aussagen zu Menschenwürde & Abtreibungen?Dr. Michael Blume verweist auf 1. Mose 1,27 wonach der Mensch - jeder Mensch - „im Bilde Gottes...YouTube
Bertolts Bruch und #Friedrichs Fiasko – Anders. #Denkend. Extrem #besorgt.
l-iz.de/bildung/leipzig-bildet…
#Kolumne #Philosophie #Humanismus
Bertolts Bruch und Friedrichs Fiasko – Anders. Denkend. Extrem besorgt. · Leipziger Zeitung
Nachdem ich am 1. des Monats nachmittags scherzhaft in die Abiturwirren des aktuellen Abschlussjahrgangs geschickt wurde, wurden mir nicht nur die ZunahmeJens-Uwe Jopp (LZ Medien GmbH | Leipziger Zeitung)
#kultur #literatur #politik #nationalismus #ukraine #brd #politische-bildung #humanismus #aufklärung #puschkin #tolstoi #lermontov #gorki #tschechow
Ukrainische Bilderstürmerei und ihre Begleitung von deutscher Seite
Ich will der Welt die Freiheit singen / Das Laster treffen auf dem Thron […] Das Auge bebt vor der Bedrängnis / Und Noth des Volks entsetzt zurück. / Die Tugend schmachtet im Gefängnis / Das Laster schwelgt in Macht und Glück / Hier Vorurtheil und Unverstand / Dort ganzer Völker Schmach und Schändung …
- Alexander Puschkin (1799 – 1837) in der „Ode an die Freiheit“ (russ. Wolnost, 1818)
An diesen Dichter erinnert inzwischen kein Straßenschild mehr in Kiew (oder Kyjiv auf Ukrainisch).
Denn die Kyjiver Stadtregierung unter Bürgermeister Vitali Klitschko ließ im vergangenen Jahr 2022 fast einhundert Straßen umbenennen, die an die Zugehörigkeit der Ukraine zum Zarenreich und zur Sowjetunion erinnerten. Dabei war man nicht zimperlich und kappte schonungslos kulturelle Traditionen. Solche Umbenennungaktionen, die es inzwischen landesweit gegeben hat, sind Teil einer blindwütigen Geschichtspolitik, die 2015 nach dem Staatsstreich mit einem Gesetzespaket zur Staatsdoktrin gemacht wurde. Auch Denkmäler werden gestürzt oder abgebaut. Kein Gedanke daran, dass die Werke eines Puschkin oder Tolstoi von universalem Gehalt sind, ein Menschheitserbe. Nicht ohne Grund sind sie in zahlreiche Sprachen übersetzt worden.
Der neueste Akt der Barbarei ist die Entfernung der Statue von Maxim Gorki in Dnipro. Am Montag, dem 26. Dezember 2022 wurde sie abgebaut und auf dem Gelände eines städtischen Unternehmens eingemottet. Grund genug für den Denkmalsturz war den Nationalisten von Dnipro wohl, dass Gorki einst von der Kommunistischen Akademie als „proletarischer Schriftsteller“ anerkannt worden ist. Dass sich die Akademie 1927 schwer tat mit jener Anerkennung, sei nur nebenbei erwähnt. Denn Gorki prangerte zwar mit seinem erzählerischen Werk das Elend der an den Rand der Gesellschaft Gedrängten und die Ausbeutung der Arbeiterinnen und Arbeiter an und unterstützte damit den Kampf der Arbeiterklasse. Aber primär war er einer, der sich aus moralischer Empörung für die Menschenrechte engagierte.
Am 16. Dezember war schon das Denkmal für Alexander Puschkin in Dnipro abgebaut worden. Dass der Zar einst über dessen literarische Schöpfungen gar nicht erfreut war, hielt die ukrainischen Kommunalpolitiker in ihrer Russophobie nicht davon ab, ihn vom Sockel zu stürzen. Noch härter als Puschkin war der Dichter Michail J. Lermontow (1814 – 1841) vom Zaren mit Verbannung bestraft worden. Er liebte Russland, aber Nationalismus war ihm fremd.
Ich liebe das Vaterland, aber mit einer seltsamen Liebe / Mein Verstand wird sie nicht besiegen. / Weder der durch Blut erkaufte Ruhm / noch der Friede voll stolzen Vertrauens/ noch die vertrauten Überlieferungen der dunklen alten Zeiten / werden in mir freudige Schwärmerei erregen. Aber ich liebe… seiner Steppen kaltes Schweigen,/ seiner uferlosen Wälder sanfte Bewegung, / die Hochwasser seiner Flüsse, die Meeren ähneln […] und auf dem Hügel inmitten der gelben Flur / das Paar weiß schimmernder Birken…
In Kyjiv erinnert auch an diesen Dichter kein Straßenschild mehr.
Selbst der große Dichter und Humanist **Lew N. Tolstoi wurde bei der Säuberungsaktion nicht verschont.** Am Anfang seiner Erzählung „Der Überfall“, in der er Erinnerungen an seine Zeit als Kriegsfreiwilliger in den Kaukasus-Kriegen (1851 – 1854) verarbeitet, schreibt er:
Mich beschäftigte nur die Frage: Welches Gefühl treibt den Menschen dazu, sich ohne sichtbaren Nutzen für ihn selbst einer Gefahr auszusetzen und, was noch verwunderlicher ist, seinesgleichen zu töten?
Auch an ihn erinnert kein Straßenschild mehr in Kiew. Und die Schulkinder in der Ukraine werden nichts von ihm erfahren, auch nicht, dass er sich zu seiner Zeit um Schulkinder gesorgt hat, die wegen mangelhafter Bildung ohne Chancen waren.
An diese Dichter und noch andere wie Anton Tschechow soll in der Ukraine nichts mehr erinnern, weil sie Russen waren. Ihre Werke gehören offiziell nicht mehr zum kulturellen Erbe. Alle, die hier exemplarisch zu Wort gekommen sind, waren von der Aufklärung inspiriert. Nicht umsonst wurden sie von den Zaren in die Verbannung geschickt wie Puschkin und Lermontow oder polizeilich überwacht wie Tolstoi. Alle setzten sich für Menschenrechte ein, für politische Freiheiten und soziale Gerechtigkeit. Nationalismus war ihre Sache nicht.
Mit der Geschichtspolitik intensiviere „die politische Führung des Landes das ukrainische Nationsbildungsprojekt“, meint Lina Klymenko verständnisvoll in einer von der Bundeszentrale für politische Bildung publizierten „Analyse“. Der Politikwissenschaftlerin gab die Bundeszentrale 2019 die Möglichkeit, die nationalistische Politik der ukrainischen Regierung mit einigen Einschränkungen zu rechtfertigen. Die Autorin konzediert, dass einige Maßnahmen wie die Benennung von Straßen nach faschistischen Führern oder Verbänden „fragwürdig“ seien, weckt aber doch Verständnis für den Versuch, die sowjetische Vergangenheit vergessen zu machen. Auch der Osteuropa-Historiker Kai Struve von der Universität Halle-Wittenberg erklärt die Umbenennung von Straßen als „Reaktion auf den russischen Krieg“, meint jedoch, „der Prozess der Nationenbildung werde mittlerweile aber nicht mehr alleine über die Sprache oder Ethnien definiert, sondern durch Werte wie Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit“. Wie das mit der Exkommunikation von Dichtern wie Tolstoi vereinbar sein soll, bleibt sein Geheimnis.
Die deutsche Öffentlichkeit, speziell auch das Bildungsbürgertum, soweit es so etwas noch gibt, reagiert auf die sektiererische Bilderstürmerei in der Ukraine gleichgültig, sofern man die Entwicklung überhaupt zur Kenntnis nimmt. Niemand fragt sich, was für eine Gesellschaft das ist, die eine antihumanistische Kulturpolitik dieser Art betreibt oder gutheißt. Die „kulturelle Identität der ukrainischen Gesellschaft“ sei bedroht, erklärte die Kulturstaatsministerin Claudia Roth bei einem Besuch in Odessa. Das klingt nach dem Politsprech der ukrainischen Nationalisten. Bedroht sah sie die „kulturelle Identität“ der Ukrainer nicht durch die revisionistische Kultur- und Geschichtspolitik, sondern durch den russischen Aggressor, nachdem ihr der ukrainische Kulturminister Oleksandr Tkatschenko erzählt hatte, dass Kultureinrichtungen gezielt angegriffen würden.
- hintergrund.de/feuilleton/uebe…