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Tracklisten per Subsonic importieren


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Ich kann jetzt belie­bi­ge Play­lis­ten mit mei­ner Musik­samm­lung in der Next­cloud abglei­chen und dar­aus rich­ti­ge Play­lis­ten per Sub­so­nic erstel­len las­sen. Ganz neben­bei war das eine Zeit­rei­se in die Geschich­te der Kie­ler Club-Kul­tur – aber dazu spä­ter mehr. Con­tent War­ning: Vibe Coding

Die Vorgeschichte


Ich gehö­re zu den Leu­te, die noch eine ansehn­li­che CD-Samm­lung pfle­gen. Ich hat­te mal einen Spo­ti­fy-Account. Aber ich habe da so wahl­los Sachen gehört – nur weil es ging. Und Sachen nicht gehört, die hat­te und moch­te, die es aber bei Spo­ti­fy nicht gab.

Ich habe den Account wie­der gelöscht und bin bei mei­ner über Jahr­zehn­te kura­tier­ten Samm­lung geblie­ben. Natür­lich habe ich mir ein Back­up ange­legt, das mir jetzt als MP3-Samm­lung in der Next­cloud über­all zur Ver­fü­gung steht.

Die Musik-App der Next­cloud stellt die­se Samm­lung per Ampa­che- und Sub­so­nic-API bereit, so dass ich mit ent­spre­chen­den Play­ern von jedem Gerät aus Musik strea­men kann. Auf dem Han­dy ist das Power Ampa­che 2 – auf den Rech­ner ist das Super­so­nic.

Cool ist dann, dass auch die Play­lists in der Next­cloud ver­wal­tet wer­den und auf allen Gerä­ten zur Ver­fü­gung ste­hen – wie bei so einem kom­mer­zi­el­len Strea­ming-Ser­vice. Da macht es plötz­lich wie­der Spaß, Play­lis­ten zusam­men zu stellen.

Aber: Damit krat­ze ich immer nur an der Ober­flä­che mei­ner Samm­lung. Man stol­pert ja nicht über MP3s wie man über CDs oder Plat­ten in der Samm­lung stol­pert. Außer­dem gehö­ren 12 Jahr­gän­ge Rol­ling Stone Maga­zin Heft-CDs zu mei­ner Samm­lung. Irre vie­le Ein­zel­tracks, die ich gar nicht alle ken­ne. Ent­spre­chend wür­den die nie in Play­lis­ten von mir landen.

Kom­mer­zi­el­le Musik-Strea­mer haben ihre Vor­schlags-Funk­tio­nen. Lei­der haben mei­ne Play­er alle so etwas nicht. Der Linux-Musik­play­er Gua­ya­de­que hat­te das mal. Der hat die LastFM-API dafür ange­zapft. Aber der Play­er wird nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt und ich weiß gar nicht, ob der Sub­so­nic oder Ampa­che konnte.

Also habe ich mir über­legt, dass es cool wäre, wenn ich belie­bi­ge Play­lis­ten mit mei­ner Samm­lung abglei­chen und dar­aus rich­ti­ge Play­lis­ten erstel­len könn­te. Ich bräuch­te ein Skript, dass eine Text-Datei mit den Tracks nimmt, über die Sub­so­nic-API abfragt, ob ein Song vor­han­den ist und wenn ja, zu einer Play­list hin­zu­fügt. Und wie macht man das heut­zu­ta­ge? Per Vibe-Coding!

Google Gemini FTW!


Ich kann ein wenig für den Haus­ge­brauch pro­gram­mie­ren aber für eine kom­plett manu­el­le Ent­wick­lung des Skripts hät­te ich ewig gebraucht. Ich kann aber über­bli­cken, ob das Skript, das mir Goog­le Gemi­ni aus­wirft ver­sucht mei­ne Fest­plat­te zu löschen oder ob es wirk­lich nur die Sub­so­nic-API bedient.

Mei­ne bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit die­sem Ansatz waren nicht von Erfolg gekrönt. Aber einen Ver­such war es wert. Und tat­säch­lich funk­tio­nier­te schon der ers­te Ansatz grund­sätz­lich. Ich weiß nicht mehr jeden wei­te­ren Schritt. Aber mir ist dann in der Aus­ga­be auf­ge­fal­len, dass Songs nicht gefun­den wur­den, die ich defi­ni­tiv in der Next­cloud habe. Das habe ich Gemi­ni „erklärt“ und dann hat mir das Sys­tem eine neue Ver­si­on aus­ge­spuckt. Manch­mal gab es Feh­ler. Dann habe ich die per copy&paste ein­ge­fügt und wie­der eine neue Ver­si­on bekommen.

Am Ende ist dabei jetzt ein Skript her­aus­ge­kom­men, das man auf­ru­fen kann:

./import.sh -pl NAMEDERPLAYLIST -txt songliste.txt

Was macht das Skript?


Die Song­lis­te muss streng im For­mat „Artist – Song­ti­tel“ sein – ein Ein­trag pro Zeile.

Das Skript nimmt dann einen Ein­trag nach dem ande­ren und

  1. sucht nach dem Songtitel
  2. sucht nach dem Song­ti­tel ohne Son­der­zei­chen wie Apostrophen
  3. Sucht nach dem Künst­ler mit dem ers­ten län­ge­ren Wort aus dem Song­ti­tel und schaut in der Track­lis­te, ob Tref­fer dabei sind

Dabei müs­sen die Tex­te nicht 100 % über­ein­stim­men. Das Skript sucht auch nach unge­fäh­ren Über­ein­stim­mun­gen bei Song­ti­tel und Band. Das war ein wenig Aus­pen­del-Arbeit, um mög­lichst vie­le Tracks zu fin­den und gleich­zei­tig kei­ne Fal­se-Posi­ti­ves in der Play­list zu haben.

Wer es selbst aus­pro­bie­ren möch­te, fin­det das Skript bei Code­berg.

Playlisten aufbereiten


Ich habe mir im Inter­net Play­lis­ten von DJs gesucht, die zu mei­nem Musik­ge­schmack pas­sen (dazu gleich mehr). Die habe ich kopiert und Gemi­ni „auf­ge­for­dert“ die Lis­ten auf­zu­räu­men, alle Künst­ler und Song­ti­tel zu berei­ni­gen und streng nach Artist – Song­ti­tel ohne Auf­zäh­lungs­zei­chen auszugeben.

Dabei sind dann Lis­ten her­aus­ge­kom­men, mit denen das Skript etwas anfan­gen kann.

Eine Kieler Zeitreise

King Kong Club Button
Als Quel­le für mei­ne Play­lis­ten habe ich mich bei DJs mei­nes Ver­trau­ens bedient. Ich habe mich mal ehren­amt­lich um die Tech­nik beim Kie­ler Online-Maga­zin kiel4kiel.de um die Tech­nik geküm­mert. Und ich habe mich erin­nert, dass dort die DJs von den King-King-Club- und Hör­sturz-Par­tys ihre Play­lists des Abends im Forum gepos­tet haben. Und die­ses Forum ist teil­wei­se von der Way­Back­Ma­chi­ne archi­viert worden:

  1. Hör­sturz @vinyl
  2. KING KONG CLUB – Kiels neue Indie-Party!

Dane­ben gab es noch das „Lis­tening In“ im Luna Club. Deren Web­site ist sogar noch online – samt aller Play­lis­ten von 2004 bis 2011!

Die­se Play­lis­ten habe ich mir her­aus­ko­piert, auf­räu­men las­sen und dann impor­tiert und ich hat­te erstaun­lich vie­le von den Sachen in der Next­cloud, so dass ich jetzt in musi­ka­li­schen Erin­ne­run­gen schwel­gen kann.

Apro­pos: Das Stö­bern in den alten kiel4kiel.de-Diskussionen war auch gran­di­os! Ich konn­te so rich­tig schön nach­ver­fol­gen, wie im Hör­sturz-Thread der ers­te King Kong Club ange­kün­digt wur­de. Wie dann er der eige­ne Thread gestar­tet wur­de. Wie nach und nach mehr Leu­te in die Dis­kus­si­on ein­ge­stie­gen sind.

Man konn­te sich 10 Titel wün­schen, von denen dann garan­tiert einer gespielt wur­de. Bis immer mehr Leu­te Wün­sche abge­ben haben und die DJs erst ein­schrän­ken muss­ten, dass nur ein­ge­logg­te User Lis­ten ein­rei­chen, dann soll­te es nur noch maxi­mal 30 Wün­sche geben – dann 25.

Und was haben die Leu­te in den Dis­kus­sio­nen abgen­er­det über Musik. Wann wo, wel­ches neue Album kommt. Wo wel­che Band spielt.

Und der King Kong Club war musi­ka­lisch ganz vor­ne dabei: In einer Zeit als man Musik nur auf CDs bekom­men hat und die aus den USA zum Teil arsch­teu­er waren, haben DJ Fran­ky und DJ Ben­net die schrägs­ten Sachen gehabt. Und wie sie es geschafft haben, das ers­te Arc­tic-Mon­keys-Album zu spie­len, Mona­te bevor über­haupt die ers­te offi­zi­el­le Sin­gle erschie­nen ist, bleibt mir ein Rätsel.

Im King Kong Club wur­de die neue Oasis-Sin­gle (Lay­la) schon als Pro­mo-Release gespielt. Das konn­te noch nie­mand ande­res über­haupt haben!

Die DJs hat­ten es echt drauf, einen klei­nen Hype um ihre Par­tys zu erzeu­gen – nicht nur mit den Forums-Dis­kus­sio­nen zwi­schen den Par­tys und den Wün­schen und dass man sich in der Play­list des Abend wie­der­fin­den konn­te. Es gab auch zu jeder Par­ty neue „But­tons“. Und tat­säch­lich habe ich noch eine King-Kong-Club- und einen Hör­sturz-But­ton in mei­nem But­ton-Glas gefunden!
Hör­sturz-But­ton
Bei den User­na­men ist mir das Herz auf­ge­gan­gen – mit ganz vie­len konn­te ich noch etwas anfan­gen und man­che tref­fe ich manch­mal noch irgend­wo in Kiel.

Spotify-Playlisten exportieren


Eine noch wei­te­re Zeit­rei­se hat­te ich davor schon gemacht: Mein 30-jäh­ri­ges Abi­tref­fen! Eine der Orga­ni­sa­to­rin­nen hat­te mich gefragt, ob ich nicht eine Play­list erstel­len könn­te – Sachen, die wir 1996 auf einer Par­ty gehört haben könnten.

Also muss­te ich mir doch mal wie­der eine Spo­ti­fy-Account anle­gen… Her­aus­ge­kom­men ist dabei die­se bun­te Lis­te mit ein biss­chen „vun all wat“ – nur kein Eurotrash.

Natür­lich gibt es im Inter­net einen Dienst, mit dem man eine Spo­ti­fy-Play­list in CSV expor­tie­ren kann. Die­se Play­list habe ich mir dann wie­der von Gemi­ni auf­räu­men las­sen und auch impor­tiert. Wenig über­ra­schend war das die ein­zi­ge Play­list, von der ich fast alles selbst hatte.

So. Ich habe jetzt Urlaub und höre Musik aus einer bes­se­ren Zeit.

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