Der Datenschutz ist die institutionalisierte Vorsorge gegen den möglichen Missbrauch künftiger Macht. Eine Demokratie darf nie voraussetzen, dass ihre Institutionen auf ewig von Demokratinnen geführt werden. Jede heute geschaffene Datenbank kann morgen zum Instrument autoritärer Herrschaft werden.
Deshalb ist Datenminimierung mehr als nur technische Vernunft: Sie ist gelebte Machtbegrenzung. Was niemals erhoben wurde, kann auch kein faschistischer Staat beschlagnahmen, verknüpfen und gegen Menschen wenden. Freiheit braucht daher auch das Recht, nicht erfasst zu werden.