Am 8. August schreibt Daniel Stenberg zwei Absätze auf Mastodon. Niemand in seinem siebenköpfigen Sicherheitsteam arbeitet unter Windows, entsprechend bleiben Windows-spezifische Schwachstellenmeldungen liegen. Der Schlusssatz ist eine Stellenanzeige: falls es so jemanden gibt und er ihn übersehen hat, möge sich diese Person melden.
Zwei Tage später steht bei heise: "curl: Niemand will mit Windows arbeiten." Stenberg beschwere sich über das Betriebssystem. Inzwischen 237 Kommentare, überwiegend Linux gegen Windows gegen macOS.
Im Original steht kein Werturteil über Windows. Kein Wort über Microsoft, keines über Geld. Was dort steht, ist eine Auskunft über eine unbesetzte Stelle in einem Freiwilligenteam. Aus einer Zustandsbeschreibung wurde ein Konflikt, weil Konflikte sich besser ausspielen lassen.
Dabei ist die eigentliche Nachricht größer als die Überschrift verspricht. curl steckt in geschätzt zwanzig bis dreißig Milliarden Installationen. Fünf Tage vor dem Posting endete ein Monat, in dem das Team die Bearbeitung von Sicherheitsmeldungen komplett ausgesetzt hatte, angekündigt und öffentlich. Stenberg hatte damit gerechnet, dass das kommerzielle Nutzer nervös macht und zu Supportverträgen führt. Es kam kein einziger. Sein Fazit: die waren offenbar auch nicht beunruhigt.
Und ja, es gibt einen Vorwurf an Microsoft in dem Text. Aber nicht den, den ihr erwartet. 
Hier der neue Pandolin:
pandolin.io/sieben-leute-suche…
#curl #OpenSource #Microsoft #DigitaleSouveränität #Medienkritik
#FediVerse
Daniel Stenberg schreibt zwei Absätze auf Mastodon: sein siebenköpfiges Sicherheitsteam kann Windows-Meldungen nicht prüfen, gesucht wird eine Person. Zwei Tage später ist daraus ein Betriebssystemkrieg mit 237 Kommentaren geworden.
Axel - The Pandolin (pandolin.io)