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Items tagged with: MEDIEN


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„Ich steig nicht in ein Auto, in dem früher im Navi steht.“

#Carpendale #Aufklärung #Reaktanz #ParteidesHasses #Medien #Publikative #Medienbildung #Demokratie #Zeit


Ich feiere das Video von Wayne #Carpendale gerade sehr.

Original bei Instagram:
instagram.com/wayne_interessie…

#AfD #noafd




💀USA bedrohen Existenz tausender noblogs-Webseiten💀

Vor wenigen Tagen listeten die USA das Technikkollektiv Autistici/Inventati als Terrororganisation.

Da das Kollektiv u.a. die Plattform noblogs.org betreibt, sind aktuell tausende von Blogs von der Abschaltung bedroht, es häufen sich schon Berichte über die Nichterreichbarkeit.

Ob es dem Kollektiv gelingt die Infrastruktur so abzusichern, dass US-Sanktionen ins Leere laufen, erscheint noch nicht sicher, denn das Schwert der Sanktion ist scharf, vor allem weil die USA explizit Webhosting, verschlüsselte Kommunikation, Videokonferenzen, Streaming und weitere technische Dienste ins Visier nehmen.

Alle die noblogs nutzen, sollten ihre Daten auf jeden Fall sichern, solange sie noch Zugriff haben.

netzpolitik.org/2026/autistici…

US-Pressemitteilung
ebs.publicnow.com/view/A9C5EC5…

Test der Erreichbarkeit von noblogs
notopening.com/site/noblogs.or…

#noblogs #noblogsorg #usa #trump #zensur #AutisticiInventati #medien #medienfreiheit #außenpolitik #uspol #uspolitics #freitag #deutschland #capulcu #cablesofresistance #meinung #meinungsfreiheit
@RH_Frbg @tkkg_kiel
@capulcu
@anneroth


Förderung von Projekten des Abraham Accords Institute #Kultur #Medien #Antwort #Bundestag Die Bundesregierung informiert in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD über die Vergabe von Fördermitteln für Projekte des Abraham Accords Institute for Peace and Regional Integration e.V.. bundestag.de/1206594


Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

Mich beschäftigt derzeit der Begriff der „Abhängigkeit“ - zu fossilen Gewaltenergien, Drogen & algorithmischen Konzernmedien. Und sie betrifft nicht nur Minderjährige…

„In den USA hatten mehr als 30 Bundesstaaten Meta wegen des Vorwurfs verklagt, seine sozialen Netzwerke gezielt so gestaltet zu haben, dass sie Minderjährige abhängig machen – was der Konzern bestreitet. Am Donnerstag gab es dann einen außergerichtlichen Vergleich.

Demnach sollen Minderjährige auf den Plattformen von Meta künftig insgesamt nur noch für zwei Stunden pro Tag online sein dürfen. Von Mitternacht bis sechs Uhr morgens soll die Nutzung für unter 18-Jährige ebenfalls blockiert sein. Während der Schulzeiten & nachts sollen Minderjährige keine Benachrichtigungen der Apps mehr erhalten.

Meta zahlt außerdem knapp 17 Milliarden US-Dollar, die die Bundesstaaten für den Schutz der psychischen Gesundheit von Jugendlichen ausgeben können.“

#Abhängigkeit #Meta #Medien #USA #Europa

deutschlandfunk.de/nach-vergle…



Klare Podcast​-Empfehlung für alle, die heute Abend noch etwas zum #Chill-en und gleichzeitig zum Nachdenken suchen: „Hateland: Die Schill-Show“.

Es geht um Ronald #Schill, vom „Richter Gnadenlos“ über seinen rasanten Aufstieg in der Hamburger #Politik bis zu dem, was danach kam. Und ganz nebenbei um #Rechtspopulismus, #Medien und die Frage, wie gut Provokation und Aufmerksamkeit schon damals funktioniert haben.

Sehr gut erzählt und erstaunlich unterhaltsam. Die ersten beiden Teile hatte ich ziemlich schnell durch, jetzt bin ich gerade beim dritten. Klare Empfehlung.

#Hamburg #Podcast #RonaldSchill

www1.wdr.de/mediathek/audio/ha…


Das unentdeckte Land im Neuland 🧭🪬


Jeden Tag werden unzählige Stunden Video bei Youtube, Tiktok und anderen Plattformen hochgeladen. Geschaut davon wird nur ein Bruchteil von vielen Nutzern. Vieles davon ist inzwischen KI-Slop und für viele dadurch wertlos. Das Problem ist das unentdeckte Land von tollen Videos die trotzdem nur 3 Klicks haben weil sie in der Menge untergehen. Wie findet ihr solche Perlen oder bleiben sie euch gänzlich verborgen? Es gibt da draußen im Internet irgendwo meine nerdige Nische aber ich werde es niemals bemerken. Falls doch geht so ein Video zufällig viral und macht dadurch die gesamte Nische kaputt. Mit der Aufmerksamkeit kommen die Hater, Spaßvögel, toxische Fans, Vermarkter, Werbung,... 😐 Am Ende wird dann ein Film daraus gemacht wie bei dem angeblichen Wal-Phänomen: themoviedb.org/movie/714567

Kennt ihr schon den Begriff #Doomscrolling? Er beschreibt wenn man anteilslos immer weiter scrollt in seinem Netzwerk in der Hoffnung doch noch was brauchbares zu finden, aber immer nur neuen Schwachsinn angezeigt wird. Man hat die Hoffnung nach mehreren Stunden, das unentdeckte Land zu finden findet aber am Ende nur den Doomsday beim Doomscrolling.

#community #internet #Neuland #Problem #Masse #Gesellschaft #Algorithmus #Überblick #nische #nerd #Gemeinschaft #wissen #Bildung #medien #Aufmerksamkeit #wirtschaft


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Stefan Willeke porträtiert in der ZEIT (€) Frank Gotthardt, 75: Software-Unternehmer, Oldtimersammler, Eigner von 88,5 % an Nius. Rund 40 Mio. Euro hat er in das Portal gesteckt, dazu zweistellige Millionenverluste Jahr für Jahr. Ein miserables Geschäft — aber ein wirksames. Hier wird Vermögen in Reichweite umgemünzt. Rendite egal. #Medien #Nius #Meinungsmacht zeit.de/2026/36/frank-gotthard…


Ep. 70 | Die Verantwortung der #Medien und das " #Badebild " von #Reichspräsident #Ebert - #Verschwörungsfragen - #Podcast:

In der siebzigsten Folge des Podcasts "Verschwörungsfragen" widmet sich Dr. Michael Blume der Frage, welche Rolle und welche Verantwortung Medien in unserer Demokratie haben und wie diese für Verleumdung und Hetze missbraucht werden können.

verschwoerungsfragen.podigee.i…


@agileranwalt

Danke, wobei die „Opportunitäten“ ja weltweit aus der Politik- und Medienpsychologie erwachsen.

Und Rechtsmimesis für demokratische Medien & Parteien nicht funktioniert…

#Opportunität #Mimesis #Rechtsmimesis #Politik #Medien #Psychologie #Parteien #Medien

herder.de/hk/hefte/archiv/2025…


#Medien - Fremdeln im Autoland

„Fahrradwende in Paris: Räder statt Autos

Immer mehr Pariserinnen und Pariser steigen aufs #Fahrrad um, denn die Radinfrastruktur wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut. Eine echte Revolution für die Metropole, von der aber nicht jeder profitieren kann.“

deutschlandfunk.de/fahrrad-par…


@hal2022

Ganz herzlichen Dank für den Link & Deine Beiträge zur Wiederentdeckung der schon antiken Debatten um Thymos (Stolz, Ruhm- & Empörungssucht) contra Logos (Vernunft, Dialog, Philosophie). 🙏📚✅

#Philosophie #Thymos #Logos #Terror #Medien #Medialisierung #Thymotisierung

scilogs.spektrum.de/natur-des-…



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Die neuste Welle der Mediensuchtstudie der DAK zur problematischen und pathologischen #Mediennutzung von 10-17-Jährigen ist erschienen!

Bei #SocialMedia hat die pathologische Nutzung zugenommen (6,6 %), aber nicht signifikant zum Vorjahr. Heißt dennoch, dass ca. 1. Mio. Jugendliche davon betroffen sind. Statistisch signifikante Unterschiede gibt es beim Alter: ab 14-Jährige sind häufiger betroffen als die Jüngeren (siehe Screenshot, DAK 2026, S. 15).

Spannend auch die Entwicklung bei Videos: etwa ein Viertel (!) zeigt riskante Videonutzung, was einem signifikanten Anstieg von 60% im Verlgeich zum Vorjahr entspricht (siehe Screenshot, DAK 2026, S. 16).

Signifikante Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen fanden die Forscher in beiden Fällen nicht.

Angesichts dieser Zahlen sollte Mediennutzung dringend standardmäßig z.B. in Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt oder den Schuleingangsuntersuchungen integriert werden.

caas.content.dak.de/caas/v1/me…

#FediEltern #Sucht #Gesundheit #Medien



Die @tazgetroete muss einen „palästinasolidarischen“ Beitrag aufgrund entlarvter Lügen des Autors überarbeiten, sagt eine Replik auf den Beitrag zu - und aufgrund der Stimmungen in der Redaktion wieder ab. Nikolai Klimeniouk meldet sich daher auf seinem eigenen Blog zu Wort. 👇

klimeniouk.info/post/deutsche-…

#Journalismus #Antizionismus #Medien #taz #Zionismus


"Illegale Migration" hat es auch ohne Anführungszeichen in die TAZ geschafft. Die Älteren unter uns erinnern sich, dass es vor einiger Zeit um Asylsuchende oder Flüchtlinge ging. Nun hat sich die ausgrenzende und kriminalisierende Begrifflichkeit von AFD, Springer/Döpfner und Dobrinth auch bei @tazgetroete durchgesetzt.
#medien #migration #rechtsruck



@angeldruckt

Danke der Nachfrage: Die neu übernommene „Berliner Zeitung“ ist zu unterscheiden von der von „Berliner Illustrirte Zeitung“ (BIZ), die #onthisday am 21. August 1919 das fatale „Badebild“ abdruckte, das Friedrich Ebert (SPD) am Tag seiner Vereidigung als (erster & letzter…) demokratischer Reichspräsident der jungen Republik diffamierte.

Diese wurde nach einer letzten Blüte bis in die 1930er Jahre gleich 1933 von den Nazis gleichgeschaltet & erlosch dann 1945.

Der von den Nazis entlassene Chefredakteur Kurt Korff hatte bei Ebert übrigens noch um Entschuldigung wegen des „Badefotos“ gebeten und versichert, es sei gegen seine Absicht während seines Urlaubs abgedruckt worden.

Auch die Wissenschaft konnte bisher die genaueren Umstände zu dieser fatal falschen Entscheidung aus der Publikative gegen die junge Republik nicht mehr aufklären.

#Medien #Mediengeschichte #Berlin #BIZ #Badebild #Badefoto #Ebert #Korff #Republik #Faschismus #Publikative

de.wikipedia.org/wiki/Berliner…


Der Spiegel wollte vor Ulrich Siegmund warnen — jetzt signiert der AfD-Mann sein eigenes Spiegel-Cover. Über Medien, die sich das Stöckchen selbst hinhalten, und die Frage, wo die richtige Reaktion aufhört und die nächste Steilvorlage anfängt.

#AfD #Medien #Pressefreiheit

stefanpfeiffer.blog/2026/08/21…



Vielen Dank, @h0ldi 🙏

Ich glaube jedoch, dass wir über den Punkt weit hinaus sind, in dem „Parteien Einfluss auf Medien“ nehmen. Vielmehr schaffen erfolgreiche & dualistische Rechtspopulisten gemeinsam mit algorithmischen Konzernmedien wie Meta, TikTok, X, Telegram, Discord eigene Medien und Medienblasen („Truth Social“), in denen sie seit Jahren Abermillionen Menschen radikalisieren & abhängig machen („thymotisieren“).

Und damit fangen sie auch schon bei Teenies an, was unglaublich gefährlich ist & gerade in den USA vor Gericht verhandelt wird.

Schon Hugenberg hatte seine fossil finanzierten Konzernmedien genutzt, um Hitler von kläglichen 2,6% bei der Reichstagswahl 1928 zu pushen. Nur fünf Jahre später war er durch die damalige, analoge Publikative an der Macht! 🤔🇩🇪😱🇺🇸🇨🇳🇷🇺

#Medien #Konzernmedien #Fossilismus #Trump #Meta #TikTok #X #Dualismus #Thymos #Logos #Radikalisierung #USA #Kalifornien #Publikative #Judikative #Exekutive

spiegel.de/netzwelt/schwere-vo…




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Journalismus am Limit. Die Springer-KI kommt wohl an diesem Morgen mit F und V nicht klar...
#Medien



Wir entwickeln KI-Systeme, die Texte, Bilder, Stimmen und Videos erzeugen und damit unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit verändern können.

Gleichzeitig beginnen wir, KI-Systeme einzusetzen, um die Glaubwürdigkeit eben dieser Wirklichkeit und ihrer Vermittler zu bewerten.

Die Technologie wird damit gleichzeitig Produzent und Prüfer von Wirklichkeit.

Darüber sollten wir reden.

#KI #Journalismus #Medien #PeterThiel #ThePrimary



Wem gehört die digitale Debatte? - "Wir haben gesamtgesellschaftlich versagt" #Medien #Bundestag wissenschaftler Martin Andree zeigt in einer neuen Studie, dass vom einst dezentralen Internet nicht mehr viel übrig ist: Zwar existiere Vielfalt, sie finde aber kaum noch Aufmerksamkeit. das-parlament.de/kultur/medien…


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Nach dem unsäglichen Spiegel-Cover: "Wer Populisten klein halten will, darf seinen Tagesplan nicht von ihnen schreiben lassen. Wahlkämpfe, die fast vollständig aus Ablehnung bestehen, leihen dem Gegner die eigene Agenda. Die Bürger erfahren ausführlich, wen sie verhindern sollen. Viel seltener erfahren sie, wie das Schwimmbad, die Schule, die Rente oder die Brücke künftig funktionieren“, erklärt @gsohn
Recht hat er! #Medien #FckAfD #Demokratie
ichsagmal.com/die-gegner-bezah…


Die Gegner bezahlen den Wahlkampf

Der Spiegel-Titel zu Ulrich Siegmund zeigt, wie Redaktionen, Kritiker und Plattformen gemeinsam jene Aufmerksamkeit produzieren, die sie politisch bekämpfen wollen


Ein Nachrichtenmagazin setzt das Porträt eines Landespolitikers auf den Titel und erklärt ihn zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“. Danach beginnt der Betrieb, den der Titel einkalkuliert hat. Journalisten prüfen den Superlativ. Kolumnisten spotten über das Bild. Podcaster verurteilen die Dramatisierung. Medienkritiker sprechen vom Offenbarungseid. Andere Medien sammeln die Reaktionen der Medien auf die Reaktionen der Medien. Der Porträtierte nennt die Aufmachung einen Ritterschlag, signiert Hefte und verwandelt den Angriff in Wahlwerbung.

Binnen weniger Tage ist aus einer Titelgeschichte ein vollständiger Verwertungszyklus geworden. Das Heft liefert den Reiz, die Konkurrenz den Anschluss, das Social Web die Beschleunigung, der Angegriffene die triumphierende Gegeninszenierung. Ein knapp vierstündiges YouTube-Gespräch erreicht fast vier Millionen Abrufe. Über die journalistische Fehlleistung wird so ausgiebig gesprochen, dass ihr politischer Nutznießer überall zu sehen ist. Die Kritik widerlegt den Titel womöglich. Seine Wirkung verlängert sie trotzdem.

Das ist der medienpolitische Kern des Vorgangs: Im Aufmerksamkeitsmarkt bildet Ablehnung kein Gegengewicht zur Reichweite. Sie erzeugt Reichweite. Im April habe ich unter der Überschrift „Nicht jede Provokation ist eine Nachricht“ beschrieben, wie politische Reizproduzenten die Auswahlregeln des Journalismus gegen den Journalismus wenden. Der neue Fall führt einen Schritt weiter. Inzwischen verschafft bereits die ursprüngliche Berichterstattung dem Provokateur zusätzliche Reichweite. Selbst die professionelle Medienkritik arbeitet an seiner Verbreitung mit. Das System korrigiert seinen Fehler und vervielfältigt ihn dabei.

Die Kritik wird zum kostenlosen Vertrieb


Redaktionen verwechseln gern Absicht und Wirkung. Sie wollen warnen, einordnen, entlarven. Das Publikum soll die Botschaft als Warnsignal verstehen. Doch die digitale Zirkulation transportiert keine redaktionelle Gebrauchsanweisung. Ein Titel wird fotografiert, geteilt, parodiert, ausgeschnitten, neu beschriftet und in fremde Zusammenhänge versetzt. Übrig bleiben Gesicht, Name und Superlativ. Aus dem journalistischen Urteil entsteht ein Markenbild.

Auch der Verriss entkommt diesem Mechanismus nicht. Wer die Aufmachung für unverantwortlich erklärt, muss sie zunächst zeigen. Wer den Größenwahn der Schlagzeile beweisen will, wiederholt die Schlagzeile. Wer vor dem politischen Profiteur warnt, befestigt dessen Namen im Gedächtnis. Jeder Widerspruch legt eine weitere Spur zum Ausgangsprodukt. Die Gegenseite übernimmt damit einen Teil des Vertriebs, gratis und aus moralischer Überzeugung.

Das unterscheidet die heutige Lage von einer älteren Medienordnung. Früher konnte eine Redaktion halbwegs kalkulieren, in welchem Rahmen ihr Aufmacher gelesen wurde. Heute besitzt sie zwar noch die Druckerpresse, längst aber nicht mehr den Kontext. Das Titelblatt gehört nach der Veröffentlichung den Plattformen, Gegnern, Fans, Satirikern und Empfehlungsalgorithmen. Eine Redaktion, die diese Anschlussverwertung bei der Gestaltung ignoriert, arbeitet mit einem Öffentlichkeitsmodell aus dem vergangenen Jahrhundert.

Trump machte aus Empörung ein Geschäftsmodell


Donald Trump hat die Ökonomie des Reizes früher begriffen als viele seiner Beobachter. Während der republikanischen Vorwahlen 2016 genügten ihm Provokationen, persönliche Angriffe und kalkulierte Regelbrüche, um den Takt der Berichterstattung vorzugeben. Andere Kandidaten kauften Werbezeit. Trump brachte Redaktionen dazu, seine Werbung als Nachricht auszustrahlen.

Die oft zitierte Schätzung von mediaQuant bezifferte den Gegenwert seiner unbezahlten Medienpräsenz bis März 2016 auf knapp 1,9 Milliarden Dollar. Über die genaue Umrechnung redaktioneller Aufmerksamkeit in Werbedollar lässt sich streiten. Am Prinzip ändert das wenig. Eine Untersuchung des Shorenstein Center der Harvard Kennedy School zeigte für 2015, dass nur zwölf Prozent seiner Berichterstattung politische Positionen und Überzeugungen behandelten. 56 Prozent entfielen auf Wahlkampf und Rennen. Die Medien berichteten über seinen Aufstieg und beschleunigten damit seinen Aufstieg.

Selbst massive Kritik stoppte das Verfahren später kaum. Im Präsidentschaftswahlkampf fiel seine Berichterstattung überwiegend negativ aus. Aufmerksamkeit blieb dennoch die knappe Ressource, und Trump erhielt mehr davon. Das Shorenstein Center stellte zugleich fest, wie wenig Sachpolitik in der Berichterstattung beider Kandidaten vorkam. Der Konflikt über die Person verdrängte den Streit über das Programm.

Trumps eigentliche Innovation lag daher weniger in einzelnen Botschaften als in der Beherrschung des Nachrichtenzyklus. Er setzte den Reiz. Fernsehsender meldeten die Reaktion. Zeitungen ordneten sie ein. Talkshows diskutierten die Einordnung. Plattformen belohnten den Streit. Am Ende eines solchen Tages hatte die Öffentlichkeit sehr viel über Trump gesprochen und kaum über eine Rentenformel, ein Steuermodell oder ein Infrastrukturprogramm.

Die Rückkehrkampagne von 2024 bestätigte das Verfahren. Eine Provokation jagte die nächste, und ein beträchtlicher Teil der Medienwelt reagierte wie der Pawlowsche Hund: Reiz, Reflex, Reichweite. Aus journalistischer Gegnerschaft entstand redaktionelle Abhängigkeit. Trump brauchte nur noch den nächsten Takt vorzugeben.

Empörung ist keine Gegenmacht


Der verbreitete Irrtum lautet, negative Berichterstattung müsse einem politischen Akteur schaden. Diese Annahme stammt aus einer Zeit, in der wenige Medien über Reputation entschieden. Plattformen messen jedoch keine Zustimmung. Sie messen Aktivität. Ein wütender Kommentar, ein empörter Repost und eine spöttische Parodie melden dem System zunächst das Gleiche: Dieser Inhalt hält Menschen fest.

Die Forschung beschreibt den Mechanismus seit Jahren. Eine PNAS-Studie über moralisch-emotionale Sprache zeigte, dass jedes zusätzliche moralisch aufgeladene Emotionswort die Weiterverbreitung politischer Botschaften erhöhte. Eine weitere PNAS-Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass Feindseligkeit gegenüber der politischen Außengruppe ein besonders verlässlicher Treiber von Interaktion ist. Der Gegner bindet oft mehr als das eigene Programm.

Damit entsteht ein perverser Medienrabatt. Wer sorgfältig über Klimaanpassung, kommunale Finanzen oder die langfristige Stabilisierung der Rente spricht, muss Aufmerksamkeit mühsam erarbeiten. Wer eine Grenze verletzt, erhält sie sofort. Je größer die anschließende Entrüstung, desto billiger wird der nächste Regelbruch. Die Öffentlichkeit subventioniert den Provokateur mit ihrer Abwehr.

Ein Superlativ auf einem Magazincover passt perfekt in dieses Modell. Er soll Alarm auslösen, erzeugt aber zugleich Prestige. Zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“ erklärt zu werden, hebt einen Landespolitiker aus der regionalen Begrenzung auf die nationale Bühne. Die Redaktion möchte verkleinern und überhöht. Sie möchte isolieren und verschafft Anschluss. Sie möchte entzaubern und stiftet eine Legende.

Der Skandal frisst die Sachpolitik


Der politische Preis dieser Dauererregung lässt sich kaum überschätzen. Deutschland muss über Klimaanpassung, Rentenreform, Steuern, Energie, Verteidigungsfähigkeit, Bildung, Migration, Pflege und die Leistungsfähigkeit seiner Verwaltung entscheiden. Keine dieser Aufgaben löst sich durch moralische Ranglisten über den jeweils gefährlichsten Politiker. Keine gewinnt durch den hundertsten Streit über eine kalkulierte Entgleisung.

Auf kommunaler Ebene wirkt die Verzerrung besonders grotesk. Im Bonner Wahlkampf ging es plötzlich über Wochen um die bundespolitisch aufgeladene Abgrenzung zu einem Lager, das im Rat keine Schwimmbäder saniert, keine Opernfrage entscheidet und keinen maroden Verkehrsweg repariert. Bonn hat eine Bäderkrise, den Streit um die Bonner Oper, stockende Bauprojekte, Schulprobleme und eine Verwaltung, deren Leistungsfähigkeit die Bürger täglich erfahren. Trotzdem fraß die symbolische Großschlacht jene Aufmerksamkeit, die konkrete Entscheidungen gebraucht hätten.

Genau davon profitieren inhaltsarme Formationen. Sie müssen für viele Zukunftsfelder kein belastbares Konzept vorlegen, solange ihre Gegner bereitwillig über ihre Provokationen sprechen. Die Lücke im Programm wird durch die Fülle der Reaktionen verdeckt. Ein politisches Vakuum erscheint plötzlich als Machtzentrum, weil Kameras, Kommentare und Gegenkampagnen darum kreisen.

Auch Wahlkämpfe, die sich fast vollständig aus Ablehnung speisen, geraten in diese Falle. Das dauernde „gegen“ leiht dem Gegner die eigene Agenda. Die demokratischen Parteien erklären ausführlich, wen man verhindern müsse, und bleiben undeutlich bei der Frage, was sie selbst erreichen wollen. Der Wähler erfährt täglich, welches Schreckbild droht, und viel seltener, wie das Schwimmbad, die Schule, die Rente oder die Brücke funktionieren sollen.

Die Lager bewirtschaften einander


Rechts- und linkspopulistische Akteure erscheinen als erbitterte Feinde. In der Aufmerksamkeitsökonomie sind sie häufig Geschäftspartner wider Willen. Jede Seite benötigt die Entgleisung der anderen, um das eigene Publikum zu mobilisieren. Der Gegner liefert Stoff, moralische Gewissheit und die Begründung für die nächste Eskalation. Beide Lager wachsen am Bild des jeweils anderen.

Professionelle Medien geraten zwischen diese Erregungsunternehmen und werden Teil ihrer Logistik. Ein Post wird zur Meldung, die Meldung zum Kommentar, der Kommentar zum Talkshowthema, das Talkshowthema zum Clip. Was wie öffentliche Auseinandersetzung aussieht, ist oft eine selbstreferenzielle Produktionskette. Sie stellt vor allem eines her: weiteren Anlass zur Auseinandersetzung.

Der ökonomische Anreiz ist offenkundig. Empörung verkauft Hefte, Abonnements, Klicks, Werbung und Sendeminuten. Der politische Schaden bleibt dagegen diffus und verteilt sich über Jahre. Sinkendes Vertrauen, wachsende Nachrichtenvermeidung und das Gefühl permanenter Krise erscheinen in keiner Tagesbilanz. Der Digital News Report 2026 beschreibt eine Nachrichtenöffentlichkeit mit wachsender Angst, wachsendem Rückzug und wachsendem Zynismus. Eine Branche, die täglich Alarm produziert, darf den Vertrauensverlust nicht allein dem Publikum oder den Plattformen anlasten.

Journalismus braucht wieder eigene Agenda-Macht


Die Konsequenz kann kein Schweigegelübde sein. Verfassungsfeindliche Bestrebungen, Rassismus, Gewaltfantasien und Angriffe auf Institutionen verlangen Recherche und klare Benennung. Wegsehen wäre journalistisches Versagen. Permanente Verbreitung ist jedoch ebenfalls Versagen.

Entscheidend ist die Rückkehr zur Proportion. Eine Äußerung besitzt Nachrichtenwert, falls sie reale Folgen ankündigt, Macht sichtbar macht, staatliches Handeln betrifft oder eine belegbare Veränderung markiert. Ihr bloßes Empörungspotenzial reicht nicht. Ein Politiker verdient intensive Beobachtung durch Entscheidungen, Netzwerke, Geldflüsse, Personal, Abstimmungen und administrative Folgen. Die Lautstärke seiner Provokation ist kein Relevanzbeweis.

Redaktionen müssten zudem den Folgetest einführen: Welche öffentliche Wirkung erzeugt die gewählte Form? Wird ein Sachverhalt aufgeklärt oder eine Figur ikonisiert? Öffnet die Schlagzeile einen Erkenntnisraum oder baut sie eine Bühne? Erhält das Publikum Belege und Maßstäbe oder bloß einen Superlativ? Diese Fragen begrenzen keinen kritischen Journalismus. Sie schützen ihn vor der Instrumentalisierung.

Vor allem braucht demokratische Politik eine eigene Themenmacht. Wer Populisten klein halten will, darf seinen Tagesplan nicht von ihnen schreiben lassen. Die entscheidenden Konflikte liegen bei der Verteilung knapper Mittel, bei funktionierenden Institutionen, bei Sicherheit, Wohlstand, Bildung und sozialer Verlässlichkeit. Dort muss der politische Streit geführt werden: konkret, überprüfbar, folgenbezogen.

Der gefährlichste Mann ist oft der Aufmacher selbst


Das Spiegel-Cover wird vermutlich als handwerklicher Fehler in Erinnerung bleiben. Seine tiefere Bedeutung reicht weiter. Es zeigt eine Medienordnung, die den politischen Gegner zugleich bekämpft und vermarktet. Der Angriff wird zur Auszeichnung, die Kritik zur Anschlusswerbung, der Verriss zum Linkverteiler.

Demokratische Öffentlichkeit scheitert nicht erst an der Lüge. Sie kann bereits an falscher Gewichtung scheitern. Wer jede Provokation zum Großereignis adelt, überlässt den Provokateuren die Sendeleitung. Wer jede Empörung weiterträgt, vergrößert das Volumen jener Akteure, deren inhaltliche Leere eigentlich sichtbar werden müsste.

Der wirksamste Widerspruch beginnt deshalb mit redaktioneller Selbstbeherrschung. Recherchieren, belegen, Folgen zeigen, Programme prüfen, Macht kontrollieren: Darin liegt die Aufgabe. Der nächste künstliche Alarm darf warten. Eine Demokratie hat Wichtigeres zu besprechen.

Der Spiegel-Titel zu Ulrich Siegmund zeigt, wie Redaktionen, Kritiker und Plattformen gemeinsam jene Aufmerksamkeit produzieren, die sie politisch bekämpfen wollen

Ein Nachrichtenmagazin setzt das Porträt eines Landespolitikers auf den Titel und erklärt ihn zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“. Danach beginnt der Betrieb, den der Titel einkalkuliert hat. Journalisten prüfen den […]
ichsagmal.com/die-gegner-bezah… wp.me/p880Y-jKV



@herrwilliges Wobei die Umfrage Äpfel und Birnen vergleicht. Da wird "links überholen" durch Radfahrende (was erlaubt ist) mit "Drängeln auf der Autobahn" (was verboten ist) gleichgesetzt. Die #Medien haben das ungefragt übernommen.

#autokorrektur


#medien #facebook #instagram #socialmedia #medienregulierung #regulierung
Ein Silberstreif am Horizont. Das Urteil des Bezirksgerichts von New Mexico, das vor 14 Tagen #Meta zu einer Geldstrafe über 567 Mio. Dollar verknackt hat, beinhaltet auch einen entscheidenden Ansatz. Der Richter hat die Argumentation von Meta zurückgewiesen, mit der sich der Konzern auf die Section 230 des Communications Decency Act (CDA) (eher bekannt als
Providerprivileg) berief.
Also Europa: ran ans #Providerprivileg


„HINTER ALLEN FESTIVALS STEHEN LOKALE SZENEN, AUS DENEN SIE HERVORGEGANGEN SIND“ – BIANCA LUDEWIG ÜBER TRANSMEDIA-FESTIVALS IM MICA-INTERVIEW


musicaustria.at/hinter-allen-f…

#Musik #music #festivals #Subkultur #transmedial #medien


⚠️ ach #taz - ihr habt vergessen, dass der frisch dafür geschaffene 2. Senat des BVerfG das Urteil des KPD-Verbots fällte. Das ist Adenauers neuer Senat.

Wen hatte Victor Orban als Vorbild, vielleicht Konrad Adenauer?

Mit solchen Texten büßt Ihr an Glaubwürdigkeit ein.

# Propaganda #Medien #Medienindustrie #WeißeLüge