Der Sieg war ein Pyrrhussieg, die Feier ein tödlicher Hochmut.
Ryan Perkins beschreibt in seinem brillanten Essay "The Inevitability of Collapse in the Age of Financialization" substack.com/home/post/p-20877… wie diese Welt, die jetzt 500 Jahre die Erde dominierte, zu einem Ende kommt. Das nach 1989 von Francis Fukuyama proklamierte "Ende der Geschichte" wurde als Sieg des kolonialen Liberalismus dargestellt. Nur der Sieg war ein Pyrrhussieg, die Feier ein tödlicher Hochmut. Hätte man Marx gelesen, hätte man es wissen können und sollen. Ein Finanzkapitalismus funktioniert nur, solange wie es was zu erobern gibt, solange es ein Außen gibt, solange kolonialisiert werden kann. Mit dem Ende des Kalten Krieges schloss sich der Kreis. Es gibt kein Außen mehr. Das löste im Westen die neoliberale Selbstkanibalisierung aus, deren komikhafter Höhepunkt der erste Billionär Elon Musk ist. Seine Billion ist die Wette auf eine Zukunft, die es gar nicht geben wird und kann.
Zum anderen ist es der Aufstieg Chinas. In China wird nämlich Karl Marx gelesen. Meine erste Frage an Deepseek (nachdem ich es lokal auf meinem Laptop installiert hatte) war: „Ist es nicht so, dass wer die Produktionsmittel besitzt, auch die Macht besitzt?“ (eine der Kernthesen in Marxs „Kapital“) – Deepseek antwortete sinngemäß: „Ich brauche mir keine Sorgen machen. Die Chinesen wären nette Menschen."
So nett, wie Menschen halt so sind.
Das Ende der Welt scheint aus dieser Sicht unvermeidlich. Die Neue Welt kann man schon sehen … die Alte Welt pflastert ihren Weg weiter mit Leichen. Grausam und hilflos ..
word.undead-network.de/2026/08…
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Ryan Perkins beschreibt in seinem brillanten Essay "The Inevitability of Collapse in the Age of Financialization" https://substack.com/home/post/p-208778337 wie diese Welt, die jetzt 500 Jahre die Welt dominierte, zu einem Ende kommt.
reverend (Undead Blog)