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Items tagged with: MastodonKultur


@Aurin Azadî (friendica) Für mich wäre es Overkill, jeden, der sich mit mir verbinden will, wo mir aber irgendwas nicht paßt, sofort in Superblock einzutragen.

Da stehen eigentlich nur solche, die entweder versucht haben, mir gegenüber ihre Mastodon-Zentrizität und ihre Mastodon-Kulturnormen gewaltsam durchzusetzen, oder mich geblockt haben, weil sie genau daran gescheitert sind.

Ansonsten verbinde ich mich kurz mit ihnen, um ihre Folgeanfrage zu bestätigen, aber schon mit limiterten Berechtigungen und aktivem Filter, und lösche die Verbindung gleich wieder. Folgen tun sie mir dann ja weiterhin.

Oder wenn ich mit ihnen verbunden bleiben muß, gibt's eben gewisse Berechtigungen nicht, oder ich filtere gnadenlos alles raus, was mich nicht interessiert.

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@Expertenkommision Cyberunfall @Aljoscha Rittner (beandev) Na ja, auf der einen Seite beispielsweise werden komplette Neulinge, aus deren Profil hervorgeht, daß sie erst seit ein paar Tagen dabei sind, als ableistisch beschimpft, weil sie zweimal Bilder gepostet haben ohne Beschreibung.

Dieses Kommunikationsproblem ist inzwischen so schlimm, daß es Server gibt, die in ihren Regeln stehen haben, daß Nichtmoderatoren sich nicht als irgendwelche Regelpolizei aufspielen dürfen. Daß Regeln a) nur von Moderatoren und b) nur gegenüber denen auf demselben Server durchgesetzt werden dürfen. Und weder von jedem noch gegenüber jedem.

Das heißt, wenn man jetzt als Mastodon-Nutzer z. B. einen Hubzilla-Nutzer zusammenscheißt, weil der sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur, die ungeschriebenen Mastodon-Regeln und die eigenen Serverregeln hält, dann kann man auf einigen Servern dafür selbst auf den Deckel kriegen.

Andererseits bekommt man aber auch immer mal wieder Gegenwind von Leuten, denen man auch nur Vorschläge macht, wie Bildbeschreibungen allgemein und Alt-Texte ganz speziell (nein, das ist nicht dasselbe) besser gemacht werden können. Meines Erachtens kriegt man den sogar von beinharten Alt-Text-Polizisten, die sich umgekehrt auf gar keinen Fall sagen lassen wollen, wie sie selbst ihre Alt-Texte zu schreiben haben, geschweige denn, daß ihre Alt-Texte verbesserungswürdig sind.

Ich schätze, ein Problem ist, daß Mastodon-Neulingen das Fediverse nicht nur als in sich geschlossenes reines Mastodon-Netzwerk verkauft wird, sondern auch als große flauschige Kuschelecke, in der sich im Gegensatz zum Vogelkäfig alle immer ganz doll lieb haben. Wenn man mit dem Mindset ans Fediverse herangeht, dann ist sogar konstruktive Kritik auf einmal übergriffig, wenn man sie bekommt. Gleichzeitig darf man selbst so hart austeilen, wie man will, wenn es dazu dient, die eigenen Idealvorstellungen vom Fediverse durchzusetzen, nämlich genau diese Nur-Mastodon-Kuschelecke.

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@tux0r :openbsd:

Wer glaubt, es gebe eine Mastodonkultur, beweist damit vor allem eine gewisse Neigung zu Fehlschlüssen.


Es gibt eine Mastodon-Kultur. Und die definiert sich ganz besonders durch eine ganze Anzahl oftmals ungeschriebener Regeln. Ein Auszug:

  • Mastodon ist das beste und sicherste soziale Medium und das beste und sicherste soziale Netzwerk, das es überhaupt gibt.
  • Mastodon ist absolut alternativlos.
  • Es ist scheißegal, ob man "Fediverse" oder "Mastodon" sagt. Das meint im Grunde dasselbe.
  • Das Fediverse fing mit Mastodon an und wurde von Gargron erfunden.
  • Die einzigen Nicht-Mastodon-Fediverse-Anwendungen, die erwähnt werden dürfen, sind Pixelfed, PeerTube, Flohmarkt und vielleicht Loops und WordPress.
  • Tröte nie mehr als 500 Zeichen auf einmal. Wenn, dann teile deinen Tröt in einen Thread aus Tröts von jeweils nicht mehr als 500 Zeichen auf, die aufeinander antworten und mit x/y durchnumeriert sind.
  • Wenn du über sensible, potentiell triggernde oder anderweitig unangenehme Dinge schreibst, mußt du unbedingt eine entsprechende CW ins CW-Feld eintragen.
  • Auf gar keinen Fall darfst du das CW-Feld für etwas anderes als CWs benutzen.
  • CWs, die automatisch auf deinem Konto nur für dich erzeugt werden, gibt's nicht.
  • Du darfst pro Tröt nicht mehr als vier Hashtags verwenden, und die müssen alle hintereinander in der letzten Zeile stehen.
  • Du mußt immer korrekt gendern.
  • Alle deine Tröts müssen immer maximal barrierefrei sein.
  • Wenn du Bilder in irgendeiner Art trötest, mußt du jedes Bild unbedingt mit einem 100% handgeschriebenen, akkuraten, hinreichend detaillierten Alt-Text beschreiben. Wenn das Bild und/oder die Beschreibung nicht für jeden verständlich ist, dann mußt du auch eine Erklärung mitliefern, die für jeden verständlich ist.
  • Auf gar keinen Fall darfst du jemandem antworten, wenn du weder demjenigen gegenseitig folgst noch derjenige dich vorher in dem Post, auf den du antworten willst, erwähnt hat. Denn das wäre Reply-Guying und übergriffig.
  • Auf gar keinen Fall darfst du jemandem etwas erklären, wenn du von demjenigen nicht vorher explizit um genau diese Erklärung gebeten worden bist. Denn das wäre Mansplaining und übergriffig.
  • Volltextsuche ist böse. Gargron hätte sie nie im Fediverse einführen dürfen.
  • Quote-Tröts sind böse. Gargron hätte sie nie im Fediverse einführen dürfen. Sorge dafür, daß niemand deine Tröts quote-tröten kann.
  • Auf Mastodon genießt jeder größtmöglichen Schutz und hat jeder das Recht auf größtmögliche Unterstützung. Außer denen, die weder im Real Life einer schutzbedürftigen Minderheit angehören noch sich an die Mastodon-Kultur und Mastodon-Regeln halten. Die sind rechtlos und vogelfrei und dürfen beliebig attackiert, beleidigt, blockiert und/oder dem eigenen Admin oder dem dieser Nutzer gemeldet werden.
  • Wer in einem Tröt schreibt, nicht auf Mastodon zu sein, ist ein rechtloser, vogelfreier Eindringling.
  • Jeder Mastodon-Nutzer darf die obigen Regeln gegenüber jedem anderen im Fediverse auf beliebige Art und Weise durchsetzen.
Das ist doch keine Religion hier, ey.


Richtig. Mastodon kommt mir mehr wie eine Sekte vor. So oder so werden Glauben und "Alternativfakten" über tatsächliche Tatsachen gestellt.

CC: @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts @die_Ergo 🤍🏳️‍🌈 @noble feu @Jörg 🇩🇪🇬🇧🇪🇺

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@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Es reicht doch schon völlig, sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur und die Mastodon-Regeln zu halten.

Diejenigen, die verneinen, daß das Fediverse durch Mastodon zum Minenfeld geworden sind, sind allesamt selbst auf Mastodon und haben zum Brechen der Hälfte der Regeln überhaupt nicht die technischen Mittel. Deswegen bekommen sie von all dem auch nichts mit.

Der Rest des Fediverse muß sehr, sehr vorsichtig handeln, um nicht massiv an Reichweite zu verlieren. Ich bin wahrscheinlich trotzdem schon massenhaft geblockt worden und vielleicht auch der Grund, warum eine Mastodon-Instanz die Netzgemeinde komplett blockiert hat.

Ich frage mich, wie man auf Mastodon wohl reagieren würde, wenn man wüßte, daß Hubzilla ein, Forte zwei und (streams) drei verschiedene Mittel hat, um Mastodon komplett auszusperren, also alle existierenden und alle zukünftigen Server. Aber schon Hubzilla kennt da ja keine Sau, und (streams) und Forte sind, wenn überhaupt, ihrerseits sonst beinahe nur Hubzilla-Nutzern bekannt.

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@Sascha 😈 ⁂ (Fediverse) @wortsalatfinchen Konkretes Beispiel (im Sinne von "tatsächlich genauso in echt passiert"):

Auf der einen Seite gibt es Tech-Journalisten, die erst seit 2023 oder 2024 im Fediverse sind. Was anderes als Mastodon haben die nie gesehen. Die glauben aber, rein aufgrund ihrer Qualifikation als Tech-Journalisten, also "Profis", absolute, unanfechtbare Fediverse-Experten zu sein.

Auf der anderen Seite gibt es @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts, der solche Vögel anzuziehen scheint wie Scheiße die Fliegen. Oder die ihn, ich weiß es nicht.

Jedenfalls: Crossgolf ist ein Veteran. Er hat wahrscheinlich mehr vom Fediverse gesehen als die meisten von uns, und er ist schon sehr viel länger im Fediverse als geschätzte 99% aller Mastodon-Nutzer.

Er selbst nutzt primär (das eigentlich scheintote) Calckey, einen Fork von Misskey. Er ist bzw. war aber auch auf

  • Misskey (@crossgolf_rebel on Misskey)
  • noch dem einen oder anderen Forkey, Iceshrimp auf jeden Fall, da finde ich ihn aber gerade nicht
  • Mastodon (@⛳ rebel)
  • Pixelfed (@rebel, @Mario)
  • Friendica (@crossgolf rebel)
  • Lemmy (@crossgolf_rebel, wobei die Instanz spektakulär in die ewigen Jagdgründe eingezogen ist)
  • wahrscheinlich auch auf WordPress mit ActivityPub-Einbindung (@Rebel, @rebel)
  • diaspora* (@Mario P.; damit können außerhalb von diaspora* aber nur Friendica-, Hubzilla- und Socialhome-Nutzer was anfangen)

Was jetzt vor einigen Monaten also passiert ist: So ein Tech-Journalist hat von einem "Mastodon-Netzwerk" geschrieben.

Da mußte Crossgolf sich natürlich einmischen und ihn korrigieren: Es gibt kein Mastodon-Netzwerk. Es gibt nur das Fediverse, das noch so einiges mehr enthält als nur Mastodon, wo das alles untereinander miteinander gleichberechtigterweise verbunden ist.

Nun sollte man erwarten, daß der Tech-Journalist seinen Fehler einsieht.

Statt dessen hat der Tech-Journalist (wie gesagt, qua seines Status als Tech-Journalist) felsenfest darauf beharrt, daß Mastodon sehr wohl ein in sich geschlossenes Netzwerk ist und Crossgolf (der nicht nachweisen konnte, ein IT-Professional zu sein) in aller Öffentlichkeit als ahnungslosen Stümper beleidigt. Crossgolf und alle anderen, die versucht haben, ihn zu korrigieren.

Genau diese arroganten Dunning-Kruger-Opfer sind gemeint. Die sollten zugeben, daß sie vielleicht doch nicht die absoluten Fediverse-Experten sind, schon gar nicht, wenn sie nur Mastodon kennen. Die sollten sich mal darüber aufschlauen, wie das Fediverse wirklich aussieht. Und solange sie sich dagegen sträuben, gilt ein gewisses Dieter-Nuhr-Zitat für sie.

Ebenso diejenigen, die Leute anschnauzen, weil sie über 500 Zeichen am Stück posten und/oder Textformatierung benutzen oder so. Das hat nämlich in Microblogging nichts verloren. Und für diese Spezialisten ist es eine unumstößliche Tatsache, daß das Fediverse einzig und allein für puristisches Microblogging mit maximal 500 Zeichen erschaffen wurde. Und von Eugen Rochko. Das verteidigen sie mit Zähnen und Klauen.

Ich glaube, viele davon gehören selbst zu denen, die Ende 2022 von Twitter nach Mastodon gekommen sind und dann monate- oder gar jahrelang der felsenfesten Überzeugung waren, daß das Fediverse nur aus Mastodon besteht. An dieses reine Nur-Mastodon-Fediverse haben sie sich dann gewöhnt. Es wurde für sie zur Normalität.

Als ihnen dann sehr viel später erstmals ein Eben-gerade-kein-Tröt über den Weg lief, dem sofort anzusehen war, daß er nicht von Mastodon kommen kann, waren sie nicht angenehm überrascht und neugierig darauf, was das Fediverse sonst so zu bieten hat. Nein, sie waren zutiefst verstört. Und sie sind es heute noch.

Sie nehmen alles, was nicht Mastodon ist, als unerwünschte Eindringlinge im Mastodon-Fediverse wahr. Und in ihrem Kampf dafür, daß das Fediverse wieder nur Mastodon wird, wollen sie diese Eindringlinge entweder komplett auf die Mastodon-Kultur und die Features von Mastodon einnorden oder rausschmeißen.

Doch, das passiert. Nur weil man als Mastodon-Nutzer so etwas nicht mitkriegt, heißt das nicht, daß es nicht passiert und unzählige Nicht-Mastodon-Nutzer einfach nur schlecht geträumt haben.

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@ScharfeZunge

Ich finde man muss Leute die "nur" Mastodon kennen und nutzen und nicht wissen, dass das Fedivers viel grösser ist, und Mastodon nur ein Minianteil daran, nicht ständig belehren und auch nicht auf sie herabschauen .


Laß mich raten: Das ist übergriffig?

Und dich zu zitieren, ist wahrscheinlich auch übergriffig? (Ist übrigens völlig normal und legitim hier auf Hubzilla. War es schon lange, bevor es Mastodon überhaupt gab.)

Aber wenn ein Mastodon-Nutzer den Calckey-Nutzer @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts anschnauzt, er soll entweder gefälligst seine Posts auf maximal 500 Zeichen beschränken oder sich gefälligst aus dem Fediverse verpissen (ist tatsächlich so passiert, frag ihn, er wird es bestätigen), dann ist das nicht übergriffig und schon gar nicht diskriminierend, sondern gerechtfertigt und von der Mastodon-Kultur und den Mastodon-Regeln gedeckt. Richtig?

Und wenn eine Mastodon-Nutzerin den Friendica-Nutzer @Jakbous Schürz erst anschnauzt und dann blockiert, weil sie der felsenfesten Überzeugung ist, daß das Fediverse nur Mastodon ist, Jakob ein böser Black-Hat-Hacker und Friendica ein böses Black-Hat-Hackertool, mit dem er sich illegalerweise ins Mastodon-Fediverse reingehackt hat (auch so passiert), dann ist das auch völlig in Ordnung und absolut gerechtfertigt. Richtig?

Genau das tun Mastodon-Nutzer, wenn sie sich zu lange daran gewöhnen, daß das Fediverse nur Mastodon ist.

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@ScharfeZunge Ich würde ja sagen, du tust mir leid, weil du selbst nicht nur in der totalen Mastodon-Zentrizität und Mastodon-Normativität gefangen bist, sondern diese auch noch bis zum Ende zu verteidigen bereit bist.

Und weil du dir beim allerbesten Willen nicht vorstellen kannst, daß das Fediverse aus der Sicht von jemandem, der nur Mastodon kennt, ganz anders aussieht als aus der Sicht von z. B. jemandem, der schon auf Friendica war, bevor an Mastodon auch nur zu denken war.

Aber sowas tut mir nicht leid.

Und daß Mastodon-Nutzer mit Nicht-Mastodon-Nutzern Mitleid haben, weil die ständig diskriminiert werden und ständig auf Eierschalen laufen und aufpassen müssen, Mastodons ungeschriebene Regeln nicht zu brechen, das glaube ich auch nicht.

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@ScharfeZunge Und genau das ist einer der größten Unterschiede zwischen Leuten, die das Fediverse nur aus Mastodon-Sicht kennen, und Fediverse-aber-nicht-Mastodon-Veteranen, die schon seit Jahren auf z. B. Akkoma oder Calckey oder Friendica oder Hubzilla sind.

Wenn ein Mastodon-Nutzer nicht nur "Fediverse" und "Mastodon" gleichbedeutend verwendet, sondern felsenfest darauf beharrt, daß das Fediverse Mastodon, nur Mastodon und nichts als Mastodon ist:

  • Mastodon-Nutzer sagen: "Ist doch scheißegal!" Die stört das überhaupt nicht.
  • Einer, der schon seit zehn Jahren Friendica daily-drivet, stößt besagtem Mastodon-Nutzer erstmal Bescheid und klärt ihn gründlich darüber auf, was das Fediverse wirklich ist.
  • Das wiederum ist etwas, woran sich alle Mastodon-Nutzer stören, die das mitbekommen.

Nicht-Mastodon-Nutzer werden im Fediverse regelrecht systematisch diskriminiert.

Mastodon-Nutzer bekommen von dieser Diskriminierung natürlich nichts mit. Sie werden ja nicht diskriminiert, und für sie fühlt sich das alles nicht diskriminierend an. Also behaupten sie steif und fest, nein, Nicht-Mastodon-Nutzer werden im Fediverse nicht diskriminiert. Und zwar, während sie selbst Nicht-Mastodon-Nutzer diskriminieren.

Falls das alles noch zu abstrakt ist:

Das ganze Fediverse als "Mastodon" zu bezeichnen, ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse. Friendica oder Hubzilla ist nicht nur nicht Mastodon, sondern es ist ziemlich extrem nicht Mastodon.

Nicht-Mastodon-Nutzer dazu zu zwingen, die Mastodon-Kultur zu übernehmen und dafür die Kultur der Software, die sie selbst benutzen, ebenso aufzugeben wie auch schon mal über 90% der Features dieser Software (weil diese Features in der Mastodon-Kultur nicht vorkommen oder gar der Mastodon-Kultur widersprechen), ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse.

Von Nicht-Mastodon-Nutzern zu fordern, daß sie alle ihre Posts und Kommentare auf maximal 500 Zeichen beschränken, ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse. (Ist @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts so passiert. Und zwar mit der Aufforderung, daß er sich andernfalls aus dem Fediverse verpissen soll.)

Nicht-Mastodon-Nutzern Textformatierung zu verbieten, weil Textformatierung im Microblogging/auf Mastodon nichts verloren hat, ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse.

Friendica-, Hubzilla-, (streams)- oder Forte-Nutzern nicht nur vorzuschreiben, daß sie im Zusammenfassungsfeld Inhaltswarnungen eintragen sollen, sondern ihnen auch vorzuschreiben, daß sie im Zusammenfassungsfeld nur Inhaltswarnungen einzutragen haben und keine Zusammenfassungen, ist genauso diskriminierend, wie ihnen zu verbieten, mehr Hashtags zu setzen, als auf Mastodon "normal" wären, auch wenn sie damit eine sehr viel bessere CW-Lösung auslösen wollen.

Auch wenn man auf einen Post antwortet, der einen nicht erwähnt, von jemandem, dem man nicht folgt, und dann dafür bestraft wird, ist das auch diskriminierend. Denn außerhalb von Mastodon gibt es etwas, das nennt sich "Konversationen". Da sieht man immer ganze Threads auf einmal, inklusive Antworten, die einen nicht erwähnen, von Leuten, denen man nicht folgt. Aus Mastodon-Sicht mag das wie ein Bug oder eine entwicklerische Fehlentscheidung wirken. Aus Nicht-Mastodon-Sicht ist das aber genau so, wie es eigentlich gehört.

Generell ist jeglicher Versuch, das ganze Fediverse dazu zu zwingen, nur Mastodon zu sein oder zumindest wie nur Mastodon auszusehen und sich wie nur Mastodon anzufühlen, diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse.

Genau das machen aber die, die sich total dran gewöhnt haben, daß das Fediverse nur Mastodon ist.

Ich meine, drehen wir den Spieß mal um. Stellen wir uns mal vor, du hast mal sehr viel auf einmal zu sagen. Also haust du einen ganzen Thread raus mit acht durchnumerierten Tröts.

So, jetzt kommt @Matthias (Friendica, 200.000 Zeichen, ist schon fünfeinhalb Jahre länger im Fediverse als Mastodon) an und schnauzt dich an, was dir denn einfällt, seinen Lesefluß mit dieser Schnipselei zu stören. Du sollst das gefälligst alles in einen Post packen, wie sich das gehört.

Die Rechtfertigung: Friendica ist eben schon länger im Fediverse als Mastodon, also hat Friendica viel eher das Sagen als Mastodon.

Oder du trötest irgendwas mit sensiblem oder unangenehmem Inhalt. Natürlich setzt du brav eine CW im CW-Feld.

Und dann kommt jemand von Friendica oder Hubzilla oder (streams) oder Forte an und mault dich an, was diese Scheiße in der Zusammenfassung zu suchen hat und wieso da keine tatsächliche Zusammenfassung des Post ist. Und wieso du keine Hashtags gesetzt hast, die bei demjenigen das NSFW auslösen können.

Oder du antwortest auf etwas, was auch schon eine Antwort ein ganzes Stück tief in einem Thread ist. Natürlich erwähnst du acht Leute.

Und dann kommt jemand von Friendica oder Hubzilla oder (streams) oder Forte an und motzt herum, weil dein Kommentar vor lauter Erwähnungen unlesbar ist.

Oder du antwortest in einem öffentlichen Thread, aber du willst lieber privat antworten. Also setzt du die Antwort auf privat.

Und dann kommt einer von Hubzilla oder (streams) oder Forte, der dem Thread auch folgt, und schnauzt dich an, was dir denn einfällt zu versuchen, mitten in der Konversation die Berechtigungen zu ändern.

Du bist dir natürlich keinerlei Schuld bewußt. Du tust nur, was auf Mastodon normal ist und was von der Mastodon-Kultur entweder abgesegnet ist oder gar eingefordert wird. Und so empfindest du das Verhalten als übergriffig und diskriminierend.

Derjenige aber fordert nur die Beachtung der Kultur und Technologie der Serveranwendung ein, die er selbst nutzt. Das ist keine Diskriminierung, sondern das soll nur für Ordnung sorgen.

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