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Items tagged with: MastodonZentrizität


@Aurin Azadî (friendica) Für mich wäre es Overkill, jeden, der sich mit mir verbinden will, wo mir aber irgendwas nicht paßt, sofort in Superblock einzutragen.

Da stehen eigentlich nur solche, die entweder versucht haben, mir gegenüber ihre Mastodon-Zentrizität und ihre Mastodon-Kulturnormen gewaltsam durchzusetzen, oder mich geblockt haben, weil sie genau daran gescheitert sind.

Ansonsten verbinde ich mich kurz mit ihnen, um ihre Folgeanfrage zu bestätigen, aber schon mit limiterten Berechtigungen und aktivem Filter, und lösche die Verbindung gleich wieder. Folgen tun sie mir dann ja weiterhin.

Oder wenn ich mit ihnen verbunden bleiben muß, gibt's eben gewisse Berechtigungen nicht, oder ich filtere gnadenlos alles raus, was mich nicht interessiert.

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Das kann jede Menge Gründe haben.

  • Dein Profiltext ist für Mastodon-Verhältnisse unnatürlich lang.
  • Dito, aber das Mastodon-Webinterface (daß solche Leute sich dein Profil auf Friendica angucken, ist sehr unwahrscheinlich) hat deinen Profiltext kurzgehackt. Doof. Block.
  • Dein Profiltext zeigt nicht die mastodontypische Freundlichkeit und auch keine mastodontypische Unfreundlichkeit.
  • Du hast tatsächlich in deinem Profil keine Felder ausgefüllt, die Mastodon übernimmt. Für denjenigen hattest du also bis auf das Bild ein Blankoprofil.
  • Derjenige hat sich tatsächlich die Mühe gemacht, dein Profil im Original anzugucken. Das war aber kein Mastodon. Das konnte nicht mit rechten Dingen zugehen. Block.

Ernsthaft: Wenn du dich im Fediverse nicht absolut wie ein typischer Mastodon-User verhältst und auch dein Profil nicht so auslegst, daß es auf Mastodon wie ein Mastodon-Profil aussieht, dann wirst du gleich massenhaft geblockt.

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@flo @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Da heißt es dann immer: "Ja, dann machen wir/die erstmal Mastodon."

Nur wird dieses "erstmal" dann eine permanente Lösung. Zum einen erfahren Unis, Hochschulen usw. meistens nie, daß es sehr viel bessere Sachen für ihre Zwecke gibt und eben nicht nur diesen einen Möchtegern-Twitter-Klon. (Was übrigens von den Fanbois so gewollt ist.)

Zum anderen war es schon ein riesengroßer Aufriß, den unieigenen Mastodon-Server zu bewilligen, dafür Leute zu finden, die entsprechend zu schulen/informieren, den Server aufzuziehen usw. usf. Und es war alles in allem schweineteuer.

Den Aufwand, sowas noch einmal zu machen, dieses Mal mit dem sehr viel mächtigeren, schwergewichtigeren Hubzilla, scheut man. Auch, weil kein sauberer 100%-Migrationspfad von Mastodon nach Hubzilla bekannt ist (gibt auch keinen, jedenfalls noch nicht). Auch, weil man glaubt, wenn Hubzilla soviel mächtiger ist, ist es auch sehr viel komplizierter in der Handhabe (nö, LÄMP-Stack, fertig ist die Laube, für Updates gibt's ein Shellskript, das git anschiebt, und für Support gibt's ein Forum im krassen Gegensatz zu Mastodon, das für Gruppen praktisch überhaupt keine Unterstützung hat).

Auch für politische Parteien wäre diese ganze Softwarefamilie besser geeignet. Die einzigen, die aber was anderes nutzen als Mastodon, sind die Piraten. Die sind schon länger auf Friendica mit eigenem Node, als es Mastodon überhaupt gibt. Länger, als manche Politiker überhaupt das Internet benutzen. Irrerweise wissen das aber sogar die allermeisten Piraten nicht, weil selbst diese Leute, von denen man annehmen sollte, sie seien sehr techaffin, beide Augen nur auf Mastodon gerichtet haben.

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@tux0r :openbsd: Du wirst ja auch nicht angeschnauzt, dich gefälligst in jeglicher Form an die Mastodon-Kultur zu halten, wenn du das als Mastodon-Nutzer sowieso schon tust, teilweise, weil Mastodon dir keine andere Wahl läßt.

Du wirst ja auch nicht angeschnauzt, gefälligst deine Posts auf maximal 500 Zeichen zu begrenzen, wenn du sowieso nicht mehr als 500 Zeichen tröten kannst.

Du wirst ja auch nicht dazu gedrängt, Mastodon zu nutzen, wenn du eh schon Mastodon nutzt.

Deswegen bekommst du solche Sachen nicht mit.

CC: @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts @die_Ergo 🤍🏳️‍🌈 @noble feu @Jörg 🇩🇪🇬🇧🇪🇺

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@Opa Beardfacé

Aber warum dann die Werbung? 🤔


Weil mindestens jeder zweite auf Mastodon immer noch das Fediverse mit Mastodon gleichsetzt. Das Fediverse ist das Netzwerk der Mastodon-Server und besteht nur aus Mastodon.

Das bedeutet auch, daß das Fediverse nur die Features hat, die auch Mastodon hat. Und so tröten sie immer wieder davon, was "das Fediverse" mal an Features einführen sollte, von denen sie "wissen", daß "das Fediverse" sie nicht hat.

Dabei hat das Fediverse diese Features. Mastodon hat sie nicht. Aber andere Serveranwendungen im Fediverse haben sie schon längst. Nur weiß auf Mastodon kaum jemand, daß diese anderen Serveranwendungen existieren, mit Mastodon verbunden sind und diese Features haben.

Volltextsuche (war das ein Drama damals)? Textformatierung? Quote-Posts (war das jüngst ein Drama)? Gruppen? Wirklich private DMs? Mehr als 500 Zeichen? Hat das Fediverse nicht?

Doch, hat es. All das hatte Friendica schon im Mai 2010. Mehr als fünfeinhalb Jahre, bevor es Mastodon gab, als Eugen Rochko noch zur Schule ging. Zumindest das meiste davon hat auch Sharkey.

Nur wissen viele nicht, daß Friendica existiert. Noch mehr wissen nicht, daß Sharkey existiert. Und kaum jemand weiß, was die beiden können. Sonst wäre den Mastodon-Leuten nämlich schon längst bewußt, daß alle Mastodon-Tröts seit 2016 bis heute widerstandslos von außerhalb gequote-postet werden können. Und dann hätte es längst die Forderung gegeben, das gesamte Nicht-Mastodon-Fediverse zum Schutz der Mastodon-Nutzer zu deföderieren.

Und so gibt's immer wieder Forderungen, daß "das Fediverse" Features einführen soll, die es schon seit mehr als 15 Jahren hat, nur eben Mastodon hat sie nicht.

Deshalb schreibt CC: @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts doch immer wieder über das Fediverse außerhalb von Mastodon. Damit diejenigen, die das lesen, erfahren, daß es auch noch ein Fediverse außerhalb von Mastodon gibt, das sehr viel mehr kann als Mastodon. Das genau das kann, wovon sie selbst sich wünschen, daß "das Fediverse", also Mastodon, es können möge.

Ein wichtiges Detail läßt er leider immer wieder aus, weil es wohl aus unserer Sicht zu selbstverständlich ist. Und das ist, auch zu erwähnen, daß so Sachen wie Friendica, Sharkey usw. mit Mastodon verbunden sind. Das heißt, man kann auf Sharkey sein oder auf Friendica und trotzdem Mastodon-Nutzern folgen, von Mastodon-Nutzern geffolgt werden, mit Threads interagieren, die auf Mastodon angefangen haben, usw.

Beispiel: Ich bin hier auf Hubzilla, und ich antworte gerade dir auf Mastodon, CC: @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts auf Calckey oder Sharkey (ist der Umzug eigentlich schon durch?) und @Jools auf Friendica. Und das, obwohl die vier sehr verschieden sind (bis darauf, daß Hubzilla erweitert wurde aus etwas, das umgebaut wurde aus einem Fork eines Friendica-Fork, und das alles von einem und demselben Entwickler) und unabhängig voneinander entwickelt werden.

Für uns ist das selbstverständlich. Wir wissen ja auch, daß das eins der Killerfeatures des Fediverse ist. Für viele Mastodon-Nutzer ist das aber alles komplett unvorstellbar. Auch deshalb glauben viele Mastodon-Nutzer, jeder, dem sie folgen, ist auch auf Mastodon, und alles, was in ihrer Timeline passiert, sind Mastodon-Tröts. Mastodon zeigt ihnen ja nicht nur nicht an, woher etwas kommt, sondern Mastodon "kastriert" eigenmächtig Inhalte von außerhalb mit seinem HTML-"Sanitiser".

Mir selbst ist das erst vor einem Jahr klargeworden, als Mastodon- und Facebook-Nutzer ihre Facebook-Blase nach Friendica holten und selbst auch nach Friendica umzogen, um mit ihnen in Verbindung zu bleiben. Daß Friendica mit Mastodon verbunden ist, mußte ihnen da erst gesagt werden. Und die Bestätigung dafür hatten sie erst, als sie ungläubig darauf blickten, wie es ihnen gelang, ihrem Friendica-Konto von ihrem Mastodon-Konto aus zu folgen.

Übrigens: Noch ein Grund, warum CC: @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts ständig über das Fediverse außerhalb von Mastodon schreibt, ist, um die "Fediverse = Mastodon"-Leute, die nichts anderes als Mastodon wollen, dafür zu sensibilisieren, daß es da draußen auch noch etwas anderes gibt und das völlig normal ist.

Es gibt nämlich sehr viele, die wollen gar nicht, daß das Fediverse irgendwelche oder zumindest bestimmte Features einführt, die Mastodon jetzt nicht hat. Die hat es aber schon, und sie können ihnen jederzeit in die Timeline gespült werden.

Und wenn dann jemand vier Jahre in einer reinen Vanilla-Mastodon-mit-nur-500-Zeichen-Blase gelebt hat und dann auf einmal ein "Tröt" in die Timeline geboostet bekommt mit mehreren tausend Zeichen und formatiertem Text und so (Sachen, die außerhalb von Mastodon völlig normal sind), dann verliert derjenige auch schon mal komplett die Contenance und dreht völlig durch. Die Leidtragenden sind dann wir Nicht-Mastodon-Nutzer, weil wir dann auf den Deckel bekommen für etwas, was für uns und in unserer jeweiligen Kultur ganz normal ist.

Also ist es wichtig, daß Mastodon-Nutzer das früh genug lernen und sich gar nicht erst an ein Fediverse gewöhnen, das nur aus Mastodon besteht.

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@Robert Frank Wenn man selbst nur Mastodon nutzt, fühlt es sich piepschnurzegal an. Dann nimmt man eh das ganze Fediverse als nur Mastodon wahr und die Unterschiede zwischen Mastodon und Nicht-Mastodon fast überhaupt nicht.

Wenn man selbst aber etwas ganz anderes im Fediverse nutzt als Mastodon, dann ist es immens wichtig.

Ich selbst bin nicht auf Mastodon. Ich bin auf Hubzilla (hubzilla.org, de.wikipedia.org/wiki/Hubzilla, hub.netzgemeinde.eu/item/0a75d…). Das funktioniert völlig anders als Mastodon, das hat ein völlig anderes Konzept als Mastodon, das wird von Mastodon völlig unabhängig entwickelt. Es hat Features, die auf Mastodon unvorstellbar sind. Noch dazu ist es zehn Monate älter als Mastodon. Es geht sogar zurück auf Friendica, das mehr als fünfeinhalb Jahre älter ist als Mastodon.

Aber wie du mit eigenen Augen sehen kannst, kann ich Mastodon-Tröts nicht nur empfangen, sondern auch von Hubzilla aus kommentieren.

Wenn jemand das komplette Fediverse meint, es aber "Mastodon" nennt, dann meint er mich zwar damit, spricht mich aber nicht an. Ich bin ja nicht auf Mastodon.

Wenn jemand einen meiner Posts oder Kommentare als "Tröt" bezeichnet in der Annahme, ich sei auch auf Mastodon, dann ist beides sachlich falsch.

Wenn jemand sich wünscht, "das Fediverse" möge endlich ein bestimmtes Feature einführen, nur weil Mastodon es nicht hat, dann kann ich mir nur vor den Kopf schlagen. In den allermeisten Fällen hat Hubzilla genau dieses Feature schon zehn Monate länger, als es Mastodon überhaupt gibt. Sehr häufig hat Friendica dieses Feature schon etliche Jahre länger, als es Mastodon überhaupt gibt. Das Fediverse hat dieses Feature also. Mastodon hat es nicht, aber das Fediverse hat es.

Wenn jemand dagegen ist, daß "das Fediverse" ein bestimmtes Feature einführt, dem sei gesagt: Höchstwahrscheinlich hat das Fediverse dieses Feature schon. Mastodon nicht, aber das Fediverse. Denn höchstwahrscheinlich hatten Friendica und Hubzilla es schon immer, also auch wieder länger, als es Mastodon überhaupt gibt.

Am besten war noch der Widerstand gegen Quote-Posts. "Das Fediverse" sollte die auf gar keinen Fall einführen, sagten einige. Der Witz: Pleroma, Akkoma, Misskey, Calckey, Firefish, CherryPick, Sharkey, Iceshrimp, Catodon, GoToSocial, Mitra, Friendica, Hubzilla, (streams), Forte usw., sie alle haben Quote-Posts. Und zwar schon länger, als es diese Debatte auf Mastodon überhaupt gibt. Und sie alle (außer GoToSocial) können widerstandslos jeden, aber auch wirklich jeden Mastodon-Tröt quote-posten.

Oder damals der Widerstand gegen Volltextsuche. Auf gar keinen Fall sollte "das Fediverse" Volltextsuche haben. Nur hatte das Fediverse schon längst Volltextsuche: Friendica war schon im Mai 2010 mit eingebauter Volltextsuche an den Start gegangen.

Ach ja: Zeichenlimits. Wer "Mastodon" und "Fediverse" gleichsetzt, für den hat auch das Fediverse ein festgelegtes Limit von 500 Zeichen. Friendica und Hubzilla hatten aber nie wirklich Zeichenlimits. In deren Kultur kommen auch keine Zeichenlimits vor. Aktuell haben sie übrigens ein "Limit" von über 16,7 Millionen Zeichen. Bis auf Threads hat alles im Fediverse ein sehr viel höheres Zeichenlimit als Mastodon. Entsprechend kriegen Nicht-Mastodon-Nutzer ständig auf den Deckel, wenn sie das angeblich von Gargron für das ganze Fediverse festgeschriebene Limit von 500 Zeichen überschreiten.

Also: Das Fediverse ist nicht nur Mastodon. Das Fediverse war auch nie nur Mastodon. Das Fediverse ist nicht nur ein Twitter-Klon. Das Fediverse hat sehr viel mehr Features als Mastodon. Und das Fediverse hat auch nicht überall dieselbe Kultur und wird sie auch nie haben.

CC: @Knust @Katharina Nocun

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@flo

Wenn aber Leute, die schon lange hier sind, manche Dinge über das FediVerse und seine Dienste tatsächlich grob fehlerhaft darstellen, dann darf man das schon mal richtigstellen, finde ich.


Und dann wirst du von den fanatischen Mastodon-Sektenanhängern wegen "Mansplaining" und "Fedisplaining" stummgeschaltet oder gleich blockiert.

Oder es ergeht dir wie @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts: Der hat sich mal mit einem Tech-Journalisten auf Mastodon gezofft, der der felsenfesten Überzeugung war, Mastodon sei ein in sich geschlossenes Netzwerk. Crossgolf ist schon länger auf Calckey, als dieser Journalist auch nur weiß, daß es Mastodon gibt. Aber der Journalist nahm für sich die alleinige Kompetenzhoheit in Anspruch, weil er ja Journalist und somit Profi ist und Crossgolf nur Amateur.

(Falls jetzt irgendjemand sagen sollte: "Wieso, der Journalist hat doch recht": Leute, ihr habt noch sehr viel über das Fediverse zu lernen. Ob ihr das wollt oder nicht.)

CC: @nocci [cyberpunk'd] @Knust @Katharina Nocun

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@nocci [cyberpunk'd]

Das direkt wohl nicht, aber es sind immer mal wieder Leute schnell dabei neuen Leuten sehr deutlich zu beschreiben, dass dass hier nicht Mastodon heißt und wie das Fediverse funktioniert und dass es noch zig andere Möglichkeiten zur Interaktion und viele viele andere Dienste gibt usw


Das ist aber durchaus gerechtfertigt, sie so früh wie möglich darauf hinzuweisen, daß das Fediverse nicht nur Mastodon ist. Du als Sharkey-Nutzer solltest das eigentlich aus eigener Erfahrung wissen.

Klar, jemand, der nur Mastodon kennt und vielleicht noch die "Mastodon-Satelliten" PeerTube und Pixelfed, wird sagen: "Ist doch scheißegal. Laßt sie glauben, das Fediverse ist nur Mastodon. Ist doch viel einfacher und sympathischer und weniger nerdy." Auch klar, für jemanden, der nur Mastodon kennt, sieht in der eigenen Timeline erstmal alles aus wie von Mastodon. Außer vielleicht, wenn es Sachen macht, die Mastodon nicht kann, wie hier z. B. Teilzitate oder Kursivschrift oder auch nur über 500 Zeichen. Aber auch dann wissen Mastodon-Nutzer nicht, woher es statt dessen kommt. Viele glauben, das kommt alles von irgendwelchen frisierten Mastodon-Servern.

Diejenigen, die schon lange etwas anderes als Mastodon daily-driven, sehen das alles aber völlig anders. Die wissen aus eigener leidvoller Erfahrung, daß solche Leute sich dann über Monate oder gar Jahre daran gewöhnen, daß das Fediverse nur Mastodon ist und auch nur die Features von Vanilla-Mastodon hat. Wenn Mastodon-Nutzer nicht von Anfang an wissen und sich nicht von Anfang an daran gewöhnen, daß das Fediverse nicht nur Mastodon ist und das völlig normal ist, neigen sie dazu, das Nicht-Mastodon-Fediverse zu diskriminieren. Doch, diskriminieren. Nicht selten entwickeln sie sogar eine Feindseligkeit gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse.

Dann sehen sie Mastodon als den alleinigen Goldstandard im Fediverse an, an dem sich alles andere zu orientieren hat. Was anders ist als Mastodon, ist schlecht. Und Features, die Mastodon nicht hat (und die sie persönlich nicht unbedingt haben wollen), sind böse.

Dann versuchen sie mit aller Gewalt, Mastodons Kultur und Mastodons ungeschriebene Regeln allen aufzuzwingen, die irgendwie in ihre Timeline gespült werden. Es ist ihnen ja nicht klar, daß das nicht alles Mastodon ist. Es ist ihnen noch weniger klar, daß das nicht mal alles wie Mastodon ist, daß das auch mal völlig anders sein kann als Mastodon. Vom Konzept her, von den Features her und, ja, auch von der Kultur her.

Die wissen einfach nicht, daß @flo auf Pleroma ist, das ungefähr so alt ist wie Mastodon selbst, und wo mindestens 5000 Zeichen ganz normal sind. Die wissen auch nicht, daß du auf Sharkey bist und 3000 Zeichen hast und auch das ganz normal auf Sharkey ist.

Die wissen auch nicht, daß @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts auf Calckey ist mit, soweit ich weiß, 3000 Zeichen. Er ist tatsächlich schon mal angeschnauzt worden, daß er seine Posts auf maximal 500 Zeichen beschränken oder sich aus dem Fediverse verpissen soll. Glaubt ihr nicht, weil euch das noch nie passiert ist? Ist aber passiert. Fragt ihn. Fragt @Christiane Brauch :calckey:, die ist auch auf Calckey, die wird das bestätigen.

Die wissen auch nicht, daß ich auf Hubzilla bin. Daß es Hubzilla schon 10 Monate länger als Mastodon gibt und es einen Stammbaum hat, der zurückgeht bis zu Friendica von Mai 2010, also mehr als fünfeinhalb Jahre (!) vor Mastodon. Und daß wir hier nicht nur über 16,7 Millionen Zeichen haben (doch, wirklich), sondern daß Hubzilla genau wie Friendica weder ein Twitter-Klon ist noch eine Immer-alles-schön-kurz-Kultur hat und noch nie hatte. Und daß Hubzilla genau wie Friendica schon technologisch nicht zur Mastodon-Kultur paßt.

Auch das kann niemand nachvollziehen, der nur Mastodon kennt.

Es kommt sogar vor, daß Mastodon-Nutzer der felsenfesten Überzeugung sind, Gargron habe das Fediverse als in sich geschlossenes reines Mastodon-Netzwerk erfunden. Folglich muß alles, was im Fediverse ist, was aber nicht Mastodon ist, unrechtmäßig da sein und ein böses Hackertool sein. Der Friendica-Nutzer @jakob ist tatsächlich genau deshalb mal von einer Mastodon-Nutzerin gesperrt worden, weil sie der Ansicht war, er muß ein böser Hacker sein, der sich illegalerweise mit seinem bösen Hackertool Friendica ins Mastodon-Fediverse reingehackt hat.

Falls so jemand ein fähiger Programmierer ist, wird er möglicherweise ein Tool oder eine Website für das Fediverse bauen. Er wird sie aber hart nur gegen Mastodon bauen. Also nicht gegen die Mastodon Client API, sondern direkt und nur gegen Mastodon und gegen Eigenarten, die nur Mastodon hat. Und er wird womöglich trotzdem "Fedi" in den Namen einbauen. Wenn man ihn darauf hinweist, daß es im Fediverse auch noch andere Sachen gibt, zu denen seine Kreation aber komplett inkompatibel ist, dann kann er nur mit den Schultern zucken, weil sein Werk so, wie es ist, in Stein gemeißelt ist und er Unterstützung für jede einzelne andere Fediverse-Serveranwendung nachträglich einbauen müßte.

Wenn man Mastodon-Neulingen von vornherein erklärt, daß das Fediverse nicht nur Mastodon ist, bevor sie sich an ein reines Mastodon-Fediverse gewöhnt haben, dann kann man all das abwenden.

Wenn man Mastodon-Neulinge glauben läßt, das Fediverse sei nur Mastodon, dann passiert aber genau das. Und weil das beinahe alle Mastodon-Neulinge glauben und man sie auch glauben läßt, ist das Fediverse ein buchstäbliches Minenfeld, wenn man selbst auf etwas anderem als Mastodon ist, aber mit Mastodon kommuniziert.

So ist Mastodon zu einem Großteil zu einer fanatisierten Sekte geworden, die dem unumstößlichen Glauben anhängt, Gargron hätte das Fediverse als reines Mastodon-Netzwerk erfunden.

CC: @Knust @Katharina Nocun

(PS: Irgendjemand hier, der allen Ernstes geglaubt hat, alle erwähnten Personen und ich selbst seien auf Mastodon? Seid ehrlich!)

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@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Flipboard nimmt vom Fediverse jenseits von Mastodon überhaupt keine Notiz. Für die besteht das Fediverse nur aus Mastodon und Flipboard.

Dazu kommt erschwerend, daß sie so corporate sind, daß sie selbst etwas, was keinen CEO und keine Inc. hat, gar nicht als existent wahrnehmen.

Also tun sie, was die allermeisten Fediverse-Entwickler tun: Sie entwickeln nur gegen Mastodon. Nicht einfach gegen die Mastodon Client API, sondern auch gegen Mastodon-Interna und Mastodon-Spezifika.

Siehe vorher auch FediDevs, das sogar "Fedi" im Namen trägt, aber hart ausschließlich gegen Mastodon gebaut wurde, weil die Entwickler so lange der felsenfesten Überzeugung waren, daß das Fediverse nur das Mastodon-Netzwerk ist, bis es zu spät war. Weil das ganze Backend von FediDevs darauf ausgelegt ist, direkt gegen bestimmte Serversoftware gebaut zu werden statt gegen allgemeine Standards, müssen sie jetzt die Unterstützung für jede einzelne Serveranwendung händisch nachträglich reinbauen.

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@crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts Es reicht doch schon völlig, sich nicht exakt an die Mastodon-Kultur und die Mastodon-Regeln zu halten.

Diejenigen, die verneinen, daß das Fediverse durch Mastodon zum Minenfeld geworden sind, sind allesamt selbst auf Mastodon und haben zum Brechen der Hälfte der Regeln überhaupt nicht die technischen Mittel. Deswegen bekommen sie von all dem auch nichts mit.

Der Rest des Fediverse muß sehr, sehr vorsichtig handeln, um nicht massiv an Reichweite zu verlieren. Ich bin wahrscheinlich trotzdem schon massenhaft geblockt worden und vielleicht auch der Grund, warum eine Mastodon-Instanz die Netzgemeinde komplett blockiert hat.

Ich frage mich, wie man auf Mastodon wohl reagieren würde, wenn man wüßte, daß Hubzilla ein, Forte zwei und (streams) drei verschiedene Mittel hat, um Mastodon komplett auszusperren, also alle existierenden und alle zukünftigen Server. Aber schon Hubzilla kennt da ja keine Sau, und (streams) und Forte sind, wenn überhaupt, ihrerseits sonst beinahe nur Hubzilla-Nutzern bekannt.

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@Der Pizzawels Und auch du stellst Mastodon ins Zentrum des Fediverse und reduzierst alles andere zu Satelliten, zu Extras, die an Mastodon drangeklebt sind.

Das ist auf Mastodon ein weit verbreiteter Irrglaube: Der...

Dienst, um Kurznachrichten auszutauschen


...ist das ganze Fediverse. Das ganze Fediverse ist ein Mikrobloggingdienst. Das Fediverse ist buchstäblich von Eugen Rochko erfunden worden und das ActivityPub-Protokoll gleich mit. Das fing alles mit Mastodon an.

Nicht einfach nur Halbwissen, sondern hanebüchener, gefährlicher Blödsinn.

Das Fediverse fing nicht mit Mastodon an. Das ist eine Tatsache. Und es wurde auch nicht als reiner Mikrobloggingdienst erfunden und schon gar nicht mit einem netzwerkweiten Zeichenlimit.

Friendica und Hubzilla sind beide älter als Mastodon. Das ist eine Tatsache.

Mastodon ist von Januar 2016.
Friendica ist im Juli 2010 rausgekommen. Fünfeinhalb Jahre älter als Mastodon.
Hubzilla entstand so, wie es ist, im März 2015. Zehn Monate vor Mastodon. Aber eigentlich ist es locker dreieinhalb Jahre älter als Mastodon.

Friendica und Hubzilla haben beide kein wirkliches Zeichenlimit (über 16 Millionen). Beide nutzen Mastodons CW-Feld für Zusammenfassungen, und das haben sie schon getan, bevor Mastodon auch nur eine Idee war. (Übrigens ist das mit dem CW-Feld gar nicht von Eugen Rochko.) Beide können mehr Textformatierung produzieren, als Mastodon überhaupt auch nur anzeigen kann.

Und bis Mastodon so groß wurde, daß es mit dem Fediverse gleichgesetzt wurde, hatte damit niemand im Fediverse ein Problem. Niemand.

Aber seit Mastodon richtig groß geworden ist, heißt es: "Das ist unser Fediverse, das ist das Mastodon-Fediverse, das Fediverse ist nur für Mikroblogging, und alle haben sich dem anzupassen!"

Leute, die seit 2011 auf Friendica sind, werden regelrecht dazu gezwungen, Friendicas Kultur, die seit 2010 genau auf Friendicas Features abgestimmt ist, vollständig aufzugeben und statt dessen Mastodons Kultur anzunehmen, die nur auf Mastodon ausgelegt ist, aber auf Friendica überhaupt nicht funktioniert.

Viele Mastodon-Nutzer führen sich ganz ähnlich auf wie die europäischen Kolonisten in der Neuen Welt, die die Ureinwohner dazu zwangen, die europäische Kultur anzunehmen, ihre eigene Kultur dafür aufzugeben und sich als katholische Christen taufen zu lassen. "Wir sind jetzt hier die Herren, ihr habt zu tun, was wir sagen!"

Der einzige Unterschied ist: Die Kolonisten haben nicht geglaubt, daß sie zuerst da waren und die Ureinwohner nach ihnen angekommen sind. Viele Mastodon-Nutzer glauben aber tatsächlich, daß sie zuerst da waren und die Friendica- und Hubzilla-Nutzer nach ihnen angekommen sind. Weil, kann ja anders gar nicht passiert sein.

Jetzt kann man als Mastodon-Nutzer nämlich sagen: "Ja, aber auch wenn es Friendica und Hubzilla schon vor Mastodon gab, müssen die sich doch irgendwann nach dem Start von Mastodon mit Mastodon verbunden haben. Also, irgendwie so nachträglich."

Nee. Nix mit "nachträglich". Das ist für viele Mastodon-Nutzer unvorstellbar, daß es etwas im Fediverse gibt, das schon vor Mastodon im Fediverse war.

Aber: Friendica und Hubzilla haben sich nicht mit Mastodon verbunden. Mastodon hat sich mit Friendica und Hubzilla verbunden. Und zwar, als es gestartet ist. Weil es auf einem Protokoll aufgebaut wurde, das Friendica und Hubzilla schon vorher verwendeten (neben einigen anderen): OStatus.

Seit es Mastodon gibt, ist es durchgängig mit Friendica und Hubzilla verbunden. Das ist Fakt.

Bevor es Mastodon gab, gab es im Fediverse auch keine albernen, selbstauferlegten Zeichenlimits. Das ist auch Fakt.

A propos Protokolle: ActivityPub gibt's ja auch erst seit 2017. Wer hatte es zuerst? Mastodon?

Nein, nicht Mastodon. Hubzilla.

Mastodon: September 2017.
Hubzilla: Juli 2017.

Mastodon hat sich aus dem ActivityPub-Protokoll rausgepickt hat, was ihm gefiel, das dann auch noch verbogen, eigenen Krams dazuerfunden (Webfinger z. B.), und den ganzen Rest ignoriert es bis heute weitgehend. Hubzilla hingegen hat ActivityPub streng by the book implementiert.

Dies zum Thema, daß Mastodon angeblich die ActivityPub-Referenzimplementation ist.

Last but not least: Warum ist Mastodon am größten? Weil es am besten ist?

Nein, es ist am größten, weil 99,999% aller Fediverse-Neulinge seit spätestens Februar 2022 hart nur nach Mastodon gerailroadet wurden. Denen wurde überhaupt nichts davon erzählt, daß es noch was anderes als Mastodon gibt. Auch deshalb nicht, weil die, die sie ins Fediverse holten, selbst vielfach glaubten, daß das Fediverse = Mastodon ist. Und die Hälfte dieser Neulinge der letzten gut drei Jahre glaubt heute noch, daß das Fediverse nur Mastodon ist.

Wenn die Leute statt nach Mastodon nach Misskey gerailroadet worden wären, glaubst du allen Ernstes, die wären danach in Scharen nach Mastodon abgewandert, wenn sie nachträglich davon erfahren hätten? Sei ehrlich.

CC: @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts

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@Pizzawels

ist das ein Problem? Es ist doch für einen Austausch mit anderen Menschen total irrelevant, welches System sie nutzen.


Sagen wir, du bist auf Calckey. Du hast einige tausend Zeichen zur Verfügung. Du nutzt die auch aus. Dafür hast du sie ja.

So, und dann kommt ein Mastodon-Nutzer an und schnauzt dich an, du sollst gefälligst entweder deine Posts auf nicht mehr als 500 Zeichen begrenzen oder dich aus dem Fediverse verpissen.

Dann ist es definitiv nicht mehr irrelevant.

Ach ja: Das ist kein theoretisches Konstrukt, sondern @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts exakt so passiert. Der kriegt übrigens ständig von Mastodon-Nutzern auf den Deckel, weil er sich für das Fediverse außerhalb von Mastodon einsetzt, statt, wie sie es eigentlich erwarten, "Fediverse" und "Mastodon" gleichzusetzen.

Oder sagen wir, du bist auf Friendica. Da wundert sich dann eine, warum du auf Mastodon mehr als 500 Zeichen tröten kannst. Du erklärst, du bist nicht auf Mastodon, sondern auf Friendica, das ist ganz was anderes als Mastodon, und das hat kein Zeichenlimit.

Und sie blockt dich sofort, weil sie der felsenfesten Ansicht ist, daß du ein böser Hacker bist und Friendica ein böses Hackertool, mit dem du dich illegalerweise ins Mastodon-Fediverse reingehackt hast.

Dann ist es auch nicht mehr irrelevant.

Übrigens: auch keine graue Theorie, sondern @Jakbous Schürz exakt so passiert.

Das sind alles so Sachen, die kriegst du als Mastodon-Nutzer, der Mastodon immer brav wie Mastodon benutzt und so, wie es von Mastodon-Nutzern erwartet wird, schlicht und ergreifend nicht mit. Deswegen beharren viele Mastodon-Nutzer auch drauf, daß sowas nie passiert und Nicht-Mastodon-Nutzer auch in keinster Weise diskriminiert werden.

CC: @Regezi

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@Der Pizzawels

Du erzählst diese Schreckensstorys von Mastodon Nutzern ja seit Monaten/Jahren, ich habe sie noch nie erlebt.


Wie ich schon schrieb: Mastodon-Nutzern passiert sowas nicht. Sie bekommen es auch höchst selten mit. Und wenn, dann neigen sie dazu, es eigentlich gar nicht so schlimm zu finden.

Aus demselben Grunde beharren übrigens viele weiße Fediverse-Nutzer darauf, daß es im Fediverse keinen Rassismus gibt. Sehr viele BIPoC im Fediverse werden dir aber das Gegenteil sagen, und zwar aus eigener persönlicher Erfahrung. Nur werden sie vom ständigen "Hab ich noch nie gesehen, gibt's also nicht" der weißen Mehrheit übertönt.

Man kann Leute blocken/muten, wenn sie einen doof kommen, egal warum.


Wo ich bin, könnte man noch ganz andere Sachen machen. Deswegen gibt's auf Hubzilla auch keine Moderatorenteams: Hubzilla versetzt die Nutzer in die Lage, ihren Stream selbst sehr effektiv zu moderieren.

So etwas wie Hubzilla oder (streams) oder Forte würde ich ja marginalisierten, diskriminierten Minderheiten im Fediverse empfehlen. Aber die wollen sich nicht ständig gegen Diskriminierung verteidigen. Die wollen, daß diese Diskriminierung aufhört zu existieren. Das wollen sie.

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #LangerPost #CWLangerPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Mastodon #MastodonZentrizität #MastodonNormativität #Diskriminierung


"Mastodon" und "Fediverse"


Das Netzwerk heißt "Fediverse", nicht "Mastodon".

Wenn ihr das Netzwerk "Mastodon" nennt, diskriminiert ihr alle Nicht-Mastodon-Nutzer. Du diskriminierst die Nutzer von Pleroma, Akkoma, Misskey, Calckey, Firefish, Iceshrimp-JS, Iceshrimp.NET, CherryPick, Sharkey, Catodon, Meisskey, Tanukey, Neko, Mitra, GoToSocial, snac, Socialhome, Friendica, Hubzilla, (streams), Forte, Pixelfed, Vernissage, Lemmy, /kbin, Mbin, PieFed, Ghost, Flipboard, WordPress, WriteFreely, Plume, Funkwhale, Bandwagon, Castopod, PeerTube, Loops, Owncast, Mobilizon, Gancio, BookWyrm, Flohmarkt und vielen anderen Fediverse-Serveranwendungen. Weil ihr sie aus dem Fediverse ausschließt. Ihr schließt jeden aus dem Fediverse aus, der nicht auf Mastodon ist. Und das sind mehr als 30% der aktiven Fediverse-Nutzer.

Die Serversoftware, die ihr wahrscheinlich nutzt, heißt "Mastodon", nicht "Fediverse".

Wenn ihr Mastodon als "das Fediverse" bezeichnet, behauptet ihr, daß das ganze Fediverse so limitiert ist wie Mastodon. Ist es aber nicht. Die coolen Features, die du im "Fediverse" haben willst, die schrecklichen Features, die du im Fediverse auf gar keinen Fall haben willst, die hat das Fediverse höchstwahrscheinlich tatsächlich jetzt schon.

Mastodon hat sie nicht. Aber das Fediverse hat sie. Nicht das ganze Fediverse, aber das Fediverse.

Ich bin nicht auf Mastodon. Das hier ist kein Mastodon-Tröt. Ich bin auf Hubzilla (hubzilla.org, joinfediverse.wiki/Hubzilla). Hubzilla ist fast vier Jahre älter als Mastodon, und wie ihr seht, ist es (optional) mit Mastodon föderiert, sonst könntet ihr das hier nicht sehen. Und es hat Features, die ihr wollt, es hat Features, vor denen ihr Angst habt, und es hat Features, die ihr euch wahrscheinlich nicht mal vorstellen könnt.

Gleichzeitig hat Hubzilla aber nicht Mastodons Kultur. Es hat seine eigene, ältere Kultur, die für Hubzilla und seine Features maßgeschneidert ist. Und es wird seine Kultur nicht für Mastodons Kultur aufgeben.

#Long #LongPost #CWLong #CWLongPost #FediMeta #FediverseMeta #CWFediMeta #CWFediverseMeta #Fediverse #Fedi #Mastodon #Hubzilla #MastodonZentrizität #MastodonNormativiät #NichtNurMastodon



@Sascha 😈 ⁂ (Fediverse) @wortsalatfinchen Konkretes Beispiel (im Sinne von "tatsächlich genauso in echt passiert"):

Auf der einen Seite gibt es Tech-Journalisten, die erst seit 2023 oder 2024 im Fediverse sind. Was anderes als Mastodon haben die nie gesehen. Die glauben aber, rein aufgrund ihrer Qualifikation als Tech-Journalisten, also "Profis", absolute, unanfechtbare Fediverse-Experten zu sein.

Auf der anderen Seite gibt es @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts, der solche Vögel anzuziehen scheint wie Scheiße die Fliegen. Oder die ihn, ich weiß es nicht.

Jedenfalls: Crossgolf ist ein Veteran. Er hat wahrscheinlich mehr vom Fediverse gesehen als die meisten von uns, und er ist schon sehr viel länger im Fediverse als geschätzte 99% aller Mastodon-Nutzer.

Er selbst nutzt primär (das eigentlich scheintote) Calckey, einen Fork von Misskey. Er ist bzw. war aber auch auf

  • Misskey (@crossgolf_rebel on Misskey)
  • noch dem einen oder anderen Forkey, Iceshrimp auf jeden Fall, da finde ich ihn aber gerade nicht
  • Mastodon (@⛳ rebel)
  • Pixelfed (@rebel, @Mario)
  • Friendica (@crossgolf rebel)
  • Lemmy (@crossgolf_rebel, wobei die Instanz spektakulär in die ewigen Jagdgründe eingezogen ist)
  • wahrscheinlich auch auf WordPress mit ActivityPub-Einbindung (@Rebel, @rebel)
  • diaspora* (@Mario P.; damit können außerhalb von diaspora* aber nur Friendica-, Hubzilla- und Socialhome-Nutzer was anfangen)

Was jetzt vor einigen Monaten also passiert ist: So ein Tech-Journalist hat von einem "Mastodon-Netzwerk" geschrieben.

Da mußte Crossgolf sich natürlich einmischen und ihn korrigieren: Es gibt kein Mastodon-Netzwerk. Es gibt nur das Fediverse, das noch so einiges mehr enthält als nur Mastodon, wo das alles untereinander miteinander gleichberechtigterweise verbunden ist.

Nun sollte man erwarten, daß der Tech-Journalist seinen Fehler einsieht.

Statt dessen hat der Tech-Journalist (wie gesagt, qua seines Status als Tech-Journalist) felsenfest darauf beharrt, daß Mastodon sehr wohl ein in sich geschlossenes Netzwerk ist und Crossgolf (der nicht nachweisen konnte, ein IT-Professional zu sein) in aller Öffentlichkeit als ahnungslosen Stümper beleidigt. Crossgolf und alle anderen, die versucht haben, ihn zu korrigieren.

Genau diese arroganten Dunning-Kruger-Opfer sind gemeint. Die sollten zugeben, daß sie vielleicht doch nicht die absoluten Fediverse-Experten sind, schon gar nicht, wenn sie nur Mastodon kennen. Die sollten sich mal darüber aufschlauen, wie das Fediverse wirklich aussieht. Und solange sie sich dagegen sträuben, gilt ein gewisses Dieter-Nuhr-Zitat für sie.

Ebenso diejenigen, die Leute anschnauzen, weil sie über 500 Zeichen am Stück posten und/oder Textformatierung benutzen oder so. Das hat nämlich in Microblogging nichts verloren. Und für diese Spezialisten ist es eine unumstößliche Tatsache, daß das Fediverse einzig und allein für puristisches Microblogging mit maximal 500 Zeichen erschaffen wurde. Und von Eugen Rochko. Das verteidigen sie mit Zähnen und Klauen.

Ich glaube, viele davon gehören selbst zu denen, die Ende 2022 von Twitter nach Mastodon gekommen sind und dann monate- oder gar jahrelang der felsenfesten Überzeugung waren, daß das Fediverse nur aus Mastodon besteht. An dieses reine Nur-Mastodon-Fediverse haben sie sich dann gewöhnt. Es wurde für sie zur Normalität.

Als ihnen dann sehr viel später erstmals ein Eben-gerade-kein-Tröt über den Weg lief, dem sofort anzusehen war, daß er nicht von Mastodon kommen kann, waren sie nicht angenehm überrascht und neugierig darauf, was das Fediverse sonst so zu bieten hat. Nein, sie waren zutiefst verstört. Und sie sind es heute noch.

Sie nehmen alles, was nicht Mastodon ist, als unerwünschte Eindringlinge im Mastodon-Fediverse wahr. Und in ihrem Kampf dafür, daß das Fediverse wieder nur Mastodon wird, wollen sie diese Eindringlinge entweder komplett auf die Mastodon-Kultur und die Features von Mastodon einnorden oder rausschmeißen.

Doch, das passiert. Nur weil man als Mastodon-Nutzer so etwas nicht mitkriegt, heißt das nicht, daß es nicht passiert und unzählige Nicht-Mastodon-Nutzer einfach nur schlecht geträumt haben.

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@ScharfeZunge

Ich finde man muss Leute die "nur" Mastodon kennen und nutzen und nicht wissen, dass das Fedivers viel grösser ist, und Mastodon nur ein Minianteil daran, nicht ständig belehren und auch nicht auf sie herabschauen .


Laß mich raten: Das ist übergriffig?

Und dich zu zitieren, ist wahrscheinlich auch übergriffig? (Ist übrigens völlig normal und legitim hier auf Hubzilla. War es schon lange, bevor es Mastodon überhaupt gab.)

Aber wenn ein Mastodon-Nutzer den Calckey-Nutzer @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts anschnauzt, er soll entweder gefälligst seine Posts auf maximal 500 Zeichen beschränken oder sich gefälligst aus dem Fediverse verpissen (ist tatsächlich so passiert, frag ihn, er wird es bestätigen), dann ist das nicht übergriffig und schon gar nicht diskriminierend, sondern gerechtfertigt und von der Mastodon-Kultur und den Mastodon-Regeln gedeckt. Richtig?

Und wenn eine Mastodon-Nutzerin den Friendica-Nutzer @Jakbous Schürz erst anschnauzt und dann blockiert, weil sie der felsenfesten Überzeugung ist, daß das Fediverse nur Mastodon ist, Jakob ein böser Black-Hat-Hacker und Friendica ein böses Black-Hat-Hackertool, mit dem er sich illegalerweise ins Mastodon-Fediverse reingehackt hat (auch so passiert), dann ist das auch völlig in Ordnung und absolut gerechtfertigt. Richtig?

Genau das tun Mastodon-Nutzer, wenn sie sich zu lange daran gewöhnen, daß das Fediverse nur Mastodon ist.

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@ScharfeZunge Ich würde ja sagen, du tust mir leid, weil du selbst nicht nur in der totalen Mastodon-Zentrizität und Mastodon-Normativität gefangen bist, sondern diese auch noch bis zum Ende zu verteidigen bereit bist.

Und weil du dir beim allerbesten Willen nicht vorstellen kannst, daß das Fediverse aus der Sicht von jemandem, der nur Mastodon kennt, ganz anders aussieht als aus der Sicht von z. B. jemandem, der schon auf Friendica war, bevor an Mastodon auch nur zu denken war.

Aber sowas tut mir nicht leid.

Und daß Mastodon-Nutzer mit Nicht-Mastodon-Nutzern Mitleid haben, weil die ständig diskriminiert werden und ständig auf Eierschalen laufen und aufpassen müssen, Mastodons ungeschriebene Regeln nicht zu brechen, das glaube ich auch nicht.

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@ScharfeZunge Und genau das ist einer der größten Unterschiede zwischen Leuten, die das Fediverse nur aus Mastodon-Sicht kennen, und Fediverse-aber-nicht-Mastodon-Veteranen, die schon seit Jahren auf z. B. Akkoma oder Calckey oder Friendica oder Hubzilla sind.

Wenn ein Mastodon-Nutzer nicht nur "Fediverse" und "Mastodon" gleichbedeutend verwendet, sondern felsenfest darauf beharrt, daß das Fediverse Mastodon, nur Mastodon und nichts als Mastodon ist:

  • Mastodon-Nutzer sagen: "Ist doch scheißegal!" Die stört das überhaupt nicht.
  • Einer, der schon seit zehn Jahren Friendica daily-drivet, stößt besagtem Mastodon-Nutzer erstmal Bescheid und klärt ihn gründlich darüber auf, was das Fediverse wirklich ist.
  • Das wiederum ist etwas, woran sich alle Mastodon-Nutzer stören, die das mitbekommen.

Nicht-Mastodon-Nutzer werden im Fediverse regelrecht systematisch diskriminiert.

Mastodon-Nutzer bekommen von dieser Diskriminierung natürlich nichts mit. Sie werden ja nicht diskriminiert, und für sie fühlt sich das alles nicht diskriminierend an. Also behaupten sie steif und fest, nein, Nicht-Mastodon-Nutzer werden im Fediverse nicht diskriminiert. Und zwar, während sie selbst Nicht-Mastodon-Nutzer diskriminieren.

Falls das alles noch zu abstrakt ist:

Das ganze Fediverse als "Mastodon" zu bezeichnen, ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse. Friendica oder Hubzilla ist nicht nur nicht Mastodon, sondern es ist ziemlich extrem nicht Mastodon.

Nicht-Mastodon-Nutzer dazu zu zwingen, die Mastodon-Kultur zu übernehmen und dafür die Kultur der Software, die sie selbst benutzen, ebenso aufzugeben wie auch schon mal über 90% der Features dieser Software (weil diese Features in der Mastodon-Kultur nicht vorkommen oder gar der Mastodon-Kultur widersprechen), ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse.

Von Nicht-Mastodon-Nutzern zu fordern, daß sie alle ihre Posts und Kommentare auf maximal 500 Zeichen beschränken, ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse. (Ist @crossgolf_rebel - kostenlose Kwalitätsposts so passiert. Und zwar mit der Aufforderung, daß er sich andernfalls aus dem Fediverse verpissen soll.)

Nicht-Mastodon-Nutzern Textformatierung zu verbieten, weil Textformatierung im Microblogging/auf Mastodon nichts verloren hat, ist diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse.

Friendica-, Hubzilla-, (streams)- oder Forte-Nutzern nicht nur vorzuschreiben, daß sie im Zusammenfassungsfeld Inhaltswarnungen eintragen sollen, sondern ihnen auch vorzuschreiben, daß sie im Zusammenfassungsfeld nur Inhaltswarnungen einzutragen haben und keine Zusammenfassungen, ist genauso diskriminierend, wie ihnen zu verbieten, mehr Hashtags zu setzen, als auf Mastodon "normal" wären, auch wenn sie damit eine sehr viel bessere CW-Lösung auslösen wollen.

Auch wenn man auf einen Post antwortet, der einen nicht erwähnt, von jemandem, dem man nicht folgt, und dann dafür bestraft wird, ist das auch diskriminierend. Denn außerhalb von Mastodon gibt es etwas, das nennt sich "Konversationen". Da sieht man immer ganze Threads auf einmal, inklusive Antworten, die einen nicht erwähnen, von Leuten, denen man nicht folgt. Aus Mastodon-Sicht mag das wie ein Bug oder eine entwicklerische Fehlentscheidung wirken. Aus Nicht-Mastodon-Sicht ist das aber genau so, wie es eigentlich gehört.

Generell ist jeglicher Versuch, das ganze Fediverse dazu zu zwingen, nur Mastodon zu sein oder zumindest wie nur Mastodon auszusehen und sich wie nur Mastodon anzufühlen, diskriminierend gegenüber dem Nicht-Mastodon-Fediverse.

Genau das machen aber die, die sich total dran gewöhnt haben, daß das Fediverse nur Mastodon ist.

Ich meine, drehen wir den Spieß mal um. Stellen wir uns mal vor, du hast mal sehr viel auf einmal zu sagen. Also haust du einen ganzen Thread raus mit acht durchnumerierten Tröts.

So, jetzt kommt @Matthias (Friendica, 200.000 Zeichen, ist schon fünfeinhalb Jahre länger im Fediverse als Mastodon) an und schnauzt dich an, was dir denn einfällt, seinen Lesefluß mit dieser Schnipselei zu stören. Du sollst das gefälligst alles in einen Post packen, wie sich das gehört.

Die Rechtfertigung: Friendica ist eben schon länger im Fediverse als Mastodon, also hat Friendica viel eher das Sagen als Mastodon.

Oder du trötest irgendwas mit sensiblem oder unangenehmem Inhalt. Natürlich setzt du brav eine CW im CW-Feld.

Und dann kommt jemand von Friendica oder Hubzilla oder (streams) oder Forte an und mault dich an, was diese Scheiße in der Zusammenfassung zu suchen hat und wieso da keine tatsächliche Zusammenfassung des Post ist. Und wieso du keine Hashtags gesetzt hast, die bei demjenigen das NSFW auslösen können.

Oder du antwortest auf etwas, was auch schon eine Antwort ein ganzes Stück tief in einem Thread ist. Natürlich erwähnst du acht Leute.

Und dann kommt jemand von Friendica oder Hubzilla oder (streams) oder Forte an und motzt herum, weil dein Kommentar vor lauter Erwähnungen unlesbar ist.

Oder du antwortest in einem öffentlichen Thread, aber du willst lieber privat antworten. Also setzt du die Antwort auf privat.

Und dann kommt einer von Hubzilla oder (streams) oder Forte, der dem Thread auch folgt, und schnauzt dich an, was dir denn einfällt zu versuchen, mitten in der Konversation die Berechtigungen zu ändern.

Du bist dir natürlich keinerlei Schuld bewußt. Du tust nur, was auf Mastodon normal ist und was von der Mastodon-Kultur entweder abgesegnet ist oder gar eingefordert wird. Und so empfindest du das Verhalten als übergriffig und diskriminierend.

Derjenige aber fordert nur die Beachtung der Kultur und Technologie der Serveranwendung ein, die er selbst nutzt. Das ist keine Diskriminierung, sondern das soll nur für Ordnung sorgen.

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