#SEZfüralle! | Pressemitteilung: Abriss droht – WBM schweigt zu zentralen Fragen – Antrag der WBM zur Aufhebung des Abrissstopps
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Pressemitteilung:
❗Abriss droht❗
– WBM schweigt zu zentralen Fragen
– Antrag der WBM zur Aufhebung des Abrissstopps
14.08.2026
#Pressemitteilung der Bürgerinitiative „SEZ für alle!“
Abriss droht – WBM schweigt zu zentralen Fragen – Antrag der WBM zur Aufhebung des Abrissstopps
Berlin, 14. August 2026
Seit Anfang August finden am Sport- und Erholungszentrum SEZ in #Berlin-Friedrichshain erneut umfangreiche Arbeiten statt. Der Parkplatz vor dem Haupteingang an der #LandsbergerAllee 77 ist seit dem 3. August gesperrt. Wir haben erfahren, dass es sich um die Baustelleneinrichtung der #Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) handelt. Ein Baustellenschild für diese neuen Arbeiten konnten wir nicht finden.
Bereits seit Juli laufen im Schwimmbadbereich Arbeiten, die auf dem Baustellenschild (Stand 10.08.2026) in der Langenbeckstraße als "Schadstoffsanierung und Rückbau ehem. #Sport- und Erholungszentrum" bezeichnet werden. Es fehlt auf dem Bauschild ein Datum der Genehmigung der Baumaßnahmen.
WBM schweigt zu zentralen Fragen
Für uns ist unklar, welche Arbeiten tatsächlich stattfinden und ob diese über die bisher genehmigten Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen hinausgehen. Wir haben der WBM deshalb in einem Brief vom 24.07.2026 konkrete Fragen gestellt. Wir wollten wissen:
- welche Arbeiten momentan konkret im Gebäude und auf dem Grundstück durchgeführt werden,
- welche behördlichen Genehmigungen hierfür vorliegen,
- ob und wie das durch die Innenentwässerung in die Kellerräume des SEZ gesammelte Regenwasser abgepumpt und eine weitere Schädigung des Gebäudes verhindert wird,
- ob sichergestellt ist, dass die Schadstoffsanierung möglichst zerstörungsfrei erfolgt und weder Tragstruktur noch erhaltenswerte #Bauteile beschädigt werden,
- wie verhindert werden soll, dass durch die laufenden Arbeiten Tatsachen geschaffen werden, die politische oder planerische Entscheidungen über den Erhalt des SEZ vorwegnehmen,
- welche Maßnahmen zum Schutz von Vögeln, Fledermäusen, Bäumen und anderen geschützten Arten getroffen werden,
- ob eine unabhängige ökologische Baubegleitung eingerichtet wird,
- und ob beziehungsweise seit wann die WBM als Eigentümerin des Grundstücks im Grundbuch eingetragen ist.
Leider hat die WBM trotz Frist und Nachfristsetzung unsere Fragen bis heute nicht beantwortet. ❗
Beginn der Abrissarbeiten droht
Nun erreichen uns zusätzlich alarmierende Hinweise: Uns wurde mitgeteilt, dass die WBM bei den zuständigen Behörden inzwischen die Aufhebung des im Februar verhängten Abrissstopps beantragt haben soll. Der Abrissstopp war vom #Bezirksamt #Friedrichshain-#Kreuzberg ausdrücklich wegen artenschutzrechtlicher Bedenken verhängt worden.
Die #WBM versucht hier kurz vor der #Berlinwahl, irreversible Tatsachen zu schaffen, während die Regierungsparteien selbst öffentlich über den Erhalt wesentlicher Teile des SEZ diskutieren.
So hat der Berliner SPD-Landesparteitag erst Ende 2025 beschlossen, dass geprüft werden soll, inwieweit die bestehende Bausubstanz und die Grundstruktur des SEZ erhalten werden können. Der Beschluss formuliert ausdrücklich: Was baulich gerettet werden kann, soll gerettet werden. Zugleich fordert die SPD darin ein mehrmonatiges partizipatives Verfahren mit Anwohner*innen, SEZ-Initiativen, Vereinen, Verbänden und Fachleuten aus Stadtplanung, Sport, Wohnen und Kultur.
Im Ausschuss für #Stadtentwicklung, Bauen und #Wohnen des #Abgeordnetenhauses am 22. Juni erklärte der #SPD-Abgeordnete Mathias Schulz, dass wirtschaftlich und städtebaulich vertretbare Lösungen für einen Erhalt oder Teilerhalt geprüft werden müssten und über einen Rückbau erst entschieden werden solle, wenn ein städtebauliches Konzept für das #SEZ-Areal vorliege.
Matthias Kollatz (SPD) sprach sich ausdrücklich gegen einen vollständigen Abriss und für eine Lösung aus, bei der identitätsstiftende Teile des SEZ erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden.
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#Artenschutz #Politik