Datenschutz ist die philosophische Grenze zwischen einem Menschen und der Macht, die alles über ihn wissen möchte. Wer nichts verbergen müsse, habe nichts zu fürchten, heißt es. Doch Freiheit bedeutet gerade, nicht begründen zu müssen, warum etwas niemanden etwas angeht.
Eine Demokratie erkennt den Menschen als Subjekt an: mit Geheimnissen, Irrtümern und privaten Räumen. Überwachung macht ihn zum Objekt einer Datenbank. Darum schützt Datenschutz keine Daten. Er schützt Machtlosere vor Mächtigeren. Und am Ende schützt er die Demokratie vor dem Staat.
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